1.000-Euro-Entlastungsbonus: Wer profitiert – und wer geht leer aus?
Der Bundestag hat einen steuerfreien Entlastungsbonus von bis zu 1.000 Euro für Arbeitnehmer beschlossen. Die Maßnahme soll die finanzielle Belastung abfedern, die mit den wirtschaftlichen Folgen des Krieges im Iran einhergeht. Allerdings werden nicht alle Beschäftigten davon profitieren, da die Landesregierungen die Zahlung an ihre eigenen Mitarbeiter bereits ausgeschlossen haben.
Der neue Entlastungsbonus knüpft an frühere Hilfsprogramme an, die während der Coronavirus-Pandemie und der Energiekrise eingeführt wurden. Arbeitgeber können selbst entscheiden, ob sie die Prämie zahlen möchten – die Frist dafür läuft bis zum 30. Juni 2027. Gewerkschaften haben jedoch Bedenken geäußert und warnen davor, dass einmalige Zahlungen keine dauerhaften Lohnerhöhungen ersetzen dürfen.
Wirtschaftsverbände und viele Unternehmen zeigen sich wenig begeistert. Einige betrachten den Bonus als unnötige Belastung, andere stellen seinen langfristigen Nutzen infrage. Die Kosten des Programms werden auf bis zu 2,8 Milliarden Euro geschätzt, die durch höhere Tabaksteuern finanziert werden sollen.
Zusätzlich zum Bonus soll der Bundestag eine vorübergehende Senkung der Kraftstoffsteuer um 16,7 Cent pro Liter beschließen. Die Ermäßigung gilt vom 1. Mai bis zum 30. Juni und bedeutet für den Staat weitere Mindereinnahmen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro.
Da der Entlastungsbonus für Arbeitgeber in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst freiwillig bleibt, ist für viele Beschäftigte ungewiss, ob sie die Zahlung erhalten. Da Staatsbedienstete bereits ausgeschlossen sind, wird die finanzielle Entlastung nicht alle erreichen. Die kombinierten Kosten von Bonus und Kraftstoffsteuersenkung werden die öffentlichen Haushalte in den kommenden Monaten zusätzlich belasten.






