30.000 Radfahrer blockieren Berlins Straßen bei der ADFC-Sternfahrt für bessere Infrastruktur
Claudia Schmitz30.000 Radfahrer blockieren Berlins Straßen bei der ADFC-Sternfahrt für bessere Infrastruktur
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer haben am Sonntag die Straßen Berlins für die jährliche Sternfahrt übernommen. Die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierte Veranstaltung führte dazu, dass zeitweise Straßen und Autobahnen – darunter die Avus A115 und die A100 – gesperrt wurden, um den Teilnehmenden den Weg zum Großen Stern und zur Siegessäule freizumachen.
Die Sternfahrt ist weit mehr als nur eine Ausfahrt – sie ist eine angemeldete Protestaktion. Jahr für Jahr versammeln sich Radfahrerinnen und Radfahrer, um für bessere Infrastruktur und sichere Bedingungen auf Berlins Straßen zu kämpfen. Diesmal fuhren die Teilnehmenden auf etwa 20 verschiedenen Routen, bevor sie sich an den Wahrzeichen der Stadt trafen.
Marlene Alber, Politikberaterin beim ADFC Berlin, nutzte die Veranstaltung, um Forderungen zu stellen. Sie verlangte von den Verkehrspolitikern, die Kürzungen im Haushalt zu stoppen und stattdessen die Mittel für Radverkehrsprojekte auszubauen. Sichere und komfortable Radwege müssten jeden Tag verfügbar sein – nicht nur bei Demonstrationen, betonte sie.
Die Sternfahrt selbst sorgte für vorübergehende Einschränkungen: Abschnitte wichtiger Verkehrsadern waren exklusiv für Radfahrer reserviert. Die Organisatoren wiesen darauf hin, dass die Aktion zeige, was möglich wäre, wenn dem Radverkehr dauerhaft mehr Platz eingeräumt würde.
Einmal mehr brachte die Sternfahrt Tausende zusammen, um auf die Defizite im Berliner Radwegenetz aufmerksam zu machen. Mit dem Appell, in die Radinfrastruktur zu investieren statt zu sparen, machte der ADFC deutlich: Die Straßen der Stadt müssen sich dem wachsenden Bedarf anpassen. Die Protestfahrt bleibt ein zentraler Moment, in dem Radfahrerinnen und Radfahrer Sichtbarkeit einfordern – und ihren Platz auf der Straße.






