24 April 2026, 22:12

Abschied vom historischen Zollgebäude in Furth im Wald nach 91 Jahren

Eine Zeichnung eines mehrstöckigen Gebäudes mit einer Fahne oben drauf, das eine Treppe zum Eingang und mehrere Fenster hat, mit Text unten.

Abschied vom historischen Zollgebäude in Furth im Wald nach 91 Jahren

Historisches Zollgebäude in Furth im Wald schließt nach 91 Jahren

Am 1. April 2025 hat das historische Zollgebäude in Furth im Wald offiziell seine Tore geschlossen. Damit endet eine Ära für den Standort, der seit 1934 an der Grenzübergangsstelle stand. Eine Woche später versammelten sich bei einer Abschiedsfeier lokale Amtsträger, Polizeibeamte und ehemalige Mitarbeiter zu einem letzten Gruß.

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Die Schließung folgt auf jahrelangen Bedeutungsverlust, nachdem die Tschechische Republik 2004 der EU beigetreten war. Grenzkontrollen wurden seltener, und die Bedeutung der Einrichtung schwand zunehmend. Hohe Mietkosten besiegelten schließlich ihr Schicksal und veranlassten die Behörden zur Aufgabe des Standorts.

Am 7. April 2025 fand eine Zeremonie statt, um an die Geschichte des Gebäudes zu erinnern. René Matschke, Leiter des Zollamts Regensburg, nahm symbolisch das Zollschild ein letztes Mal ab. Es wird künftig im Stadtarchiv von Furth im Wald aufbewahrt. Unter den Anwesenden waren auch Rentner, die dort einst gearbeitet hatten – darunter einige, die sich an ein dunkles Kapitel der Vergangenheit erinnerten: die tödlichen Schüsse auf den Zollbeamten Anton Kreim am 14. Oktober 1972.

Die derzeitigen Mitarbeiter des Standorts werden die Region nicht verlassen, sondern in ein gegenüberliegendes Zollgebäude umziehen. Durch die Schließung und eine weitere Sparmaßnahme im Landkreis sollen fast 500.000 Euro eingespart werden.

Die Stilllegung des Gebäudes spiegelt die grundlegenden Veränderungen im Grenzmanagement seit dem EU-Beitritt der Tschechischen Republik wider. Zwar wird das Zollamt seinen historischen Standort nicht mehr nutzen, doch sein Erbe bleibt bewahrt. Das aufbewahrte Schild und die fortgesetzte Arbeit der umgesiedelten Mitarbeiter sichern eine weiterhin präsente Erinnerung an Furth im Wald.

Quelle