05 June 2026, 11:05

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Vorwürfe gegen künstlerische Leiterin

Anonymes Schreiben am Fürther Stadttheater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Vorwürfe gegen künstlerische Leiterin

Ein anonymer Brief hat am Stadttheater Fürth für Unruhe gesorgt: Darin wird der künstlerischen Leiterin, Dr. Silvia Stolz, vorgeworfen, ein schädliches Arbeitsklima zu fördern. Die Vorwürfe kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das Haus unter ihrer Führung steigende Besucherzahlen und eine starke Jugendarbeit verzeichnet. Unterstützer wie der Aufsichtsratsvorsitzende Maurice Schönleben (SPD) verteidigen Stolz’ Bilanz seit ihrem Amtsantritt Ende 2023.

Der anonym verfasste Brief, der vorgibt, 25 festangestellte Mitarbeiter zu vertreten, beschreibt eine Kultur der Angst, des Misstrauens und psychischen Drucks. Die Verfasser bleiben unnamed, doch das Schreiben zeichnet ein düsteres Bild des Arbeitsalltags. Der Dramaturg Udo Eidinger wies die Glaubwürdigkeit des Briefes zurück und argumentierte, ein anonymes Dokument könne nicht die Meinung des gesamten Teams fair repräsentieren.

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Trotz der Kontroverse laufen die Vorbereitungen für eine anstehende Premiere weiter – viele Kollegen arbeiten mit vollem Einsatz. Einige Mitarbeiter geben zu, verunsichert zu sein, doch eine Kerngruppe bleibt konzentriert und mit Leidenschaft bei ihren Produktionen.

Unter Stolz’ Leitung hat das Theater bemerkenswerte Erfolge erzielt: Die Spielzeit 2024/2025 verzeichnete über 100.000 Besucher und mehr als 95.000 verkaufte Tickets, zudem wuchs das Jugendtheaterprogramm deutlich. Aufsichtsratsvorsitzender Schönleben lobte diese Entwicklungen als „beachtlich“ und betonte den Fortschritt seit 2023. Auch Eidinger hob hervor, dass Stolz die Verbindung des Theaters zur Stadt vertieft und den öffentlichen Zugang erweitert habe.

Nun steht das Theater vor einer Spaltung zwischen den Vorwürfen des Briefes und dem sichtbaren Engagement der Belegschaft. Während die Produktionen voranschreiten und die Besucherzahlen steigen, könnten die kommenden Wochen weitere Klarheit bringen. Vorerst wird Stolz’ Führung von Schlüsselpersonen gestützt, während die Mitarbeiter auf eine Lösung warten.

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