Apotheker bangt um Arbeitsfähigkeit: eHBA-Karte droht abzulaufen
Apotheker Rainer Bellmann steht vor einer drängenden Frist: Seine elektronische Gesundheitsberufsausweis-Karte (eHBA) läuft am 6. November ab. Obwohl er bereits im August eine Verlängerung beantragt hatte, haben wiederholte Verzögerungen und Fehler des Anbieters D-Trust dazu geführt, dass er bis heute keinen Ersatz erhalten hat. Mittlerweile zweifelt er daran, dass die neue Karte rechtzeitig eintreffen wird, um Unterbrechungen in seiner Arbeit zu vermeiden.
Bellmann hatte seinen Verlängerungsantrag im August über D-Trust eingereicht. Doch das Unternehmen lehnte den Antrag aufgrund eines internen Fehlers ab. Verärgert über die ausbleibende Bearbeitung, kontaktierte er mehrmals den Kundenservice, um den Stand der Dinge zu erfragen.
Anfang Oktober teilte ihm D-Trust mit, die Karte sei bereits versandt worden – doch sie traf nie ein. Als Bellmann nachhakte, erfuhr er heute, dass die Sendung fälschlicherweise an eine falsche Adresse gegangen sei. Später behauptete das Unternehmen am 22. September, die Karte befinde sich in der Produktion und stehe kurz vor dem Versand.
Die Bayerische Landesapothekerkammer (BLAK) bestätigte zwar Bellmanns Probleme, konnte ihm jedoch keine Lösung anbieten. Angesichts des nahenden Ablaufdatums hat er inzwischen die Hoffnung aufgegeben, den Ersatzausweis noch rechtzeitig zu erhalten, bevor seine aktuelle Karte ungültig wird.
Bellmanns Fall steht exemplarisch für die anhaltenden Schwierigkeiten bei der Verlängerung der eHBA-Karten, durch die Berufstätige im Gesundheitswesen mit Arbeitsunterbrechungen rechnen müssen. D-Trust versichert unterdessen, die Karte werde nun produziert und bald verschickt. Ohne sie drohen Bellmann jedoch Einschränkungen beim Zugang zu essenziellen Gesundheitssystemen, sobald seine aktuelle Karte abläuft.






