Bayern und Kasachstan stärken wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Rekordhandel
Niklas MeyerBayern und Kasachstan stärken wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Rekordhandel
Eine kasachische Delegation unter der Leitung des Ersten Stellvertretenden Ministerpräsidenten Roman Sklyar hat kürzlich Bayern besucht, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu stärken. Während der Reise fanden hochrangige Gespräche mit bayerischen Vertretern statt, bei denen es um die Ausweitung des Handels und der Zusammenarbeit ging. Bayern, die wirtschaftsstärkste Region Deutschlands, betrachtet Kasachstan bereits jetzt als einen der wichtigsten Handelspartner in Zentralasien.
Im Rahmen des Besuchs traf Sklyar mit dem bayerischen stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger und Wirtschaftsminister Eric Beißwenger zusammen. Aiwanger betonte die engen wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen beiden Regionen und hob hervor, wie sich ihre Industrien gegenseitig ergänzen. Auch Beißwenger bekräftigte das Interesse Bayerns, die wirtschaftlichen wie humanitären Beziehungen zu Kasachstan weiter zu vertiefen.
Eine Podiumsdiskussion zum Thema "Kasachisch-Bayerischer Wirtschaftsdialog" brachte rund 70 Vertreter bayerischer Unternehmen zusammen. Im Mittelpunkt standen dabei mögliche künftige Kooperationen. Der Handel zwischen Kasachstan und Bayern erreichte 2024 ein Volumen von 4,7 Milliarden Euro – fast die Hälfte des gesamten deutsch-kasachischen Handels.
Aktuell liegt Kasachstan auf Platz 15 der wichtigsten Importpartner Bayerns und übertrifft damit mehrere große Volkswirtschaften. Zudem ist es der bedeutendste Handelspartner Bayerns unter den GUS- und zentralasiatischen Staaten. Um die Verbindungen weiter auszubauen, soll bis Ende Mai 2025 eine Direktverbindung von Schymkent nach München eingerichtet werden.
Der Besuch unterstrich die wachsende wirtschaftliche Partnerschaft zwischen Kasachstan und Bayern. Angesichts steigender Handelsvolumina und geplanter neuer Flugrouten streben beide Seiten an, die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Bayerns starke Wirtschaftskraft – mit einem Bruttoinlandsprodukt von fast 800 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 – bietet dabei eine solide Grundlage für künftige Projekte.






