Berlin erweitert Quartiersmanagement auf elf neue Stadtteile bis 2028
Claudia SchmitzBerlin erweitert Quartiersmanagement auf elf neue Stadtteile bis 2028
Der Berliner Senat hat Pläne bekannt gegeben, das Quartiersmanagement-Programm bis 2028 auf elf weitere Stadtteile auszudehnen. Mit der Maßnahme sollen soziale Herausforderungen in diesen Bezirken durch erhöhte Förderung und Gemeinschaftsunterstützung angegangen werden. Zudem erhalten Anwohnerinnen und Anwohner mehr Mitspracherecht bei der Gestaltung ihres direkten Umfelds.
Die neu ausgewählten Gebiete – Nauener Platz, Südpark, Askanischer Platz, Paul-Hertz-Siedlung, Neustadt West, Georg-Ramin-Siedlung, Tirschenreuther Ring, Britz Nord, Britz Süd, Bohlener Straße und Hausotterplatz – schließen sich dem bestehenden Förderprogramm "Zusammenhalt im Quartier" an. Jeder Standort wird als "Quartiersmanagement-Gebiet" eingestuft und erhält gezielte Mittel für städtische Entwicklung sowie soziale Projekte.
Seit 1999 hat das Programm über 700 Millionen Euro in die Stabilisierung von 50 Berliner Kiezen investiert. Durch die Erweiterung steigt die Gesamtzahl der geförderten Stadtteile auf 24. Vor-Ort-Teams werden direkt mit den Bewohnern zusammenarbeiten, um Gemeinschaftsprojekte zu initiieren und lokale Netzwerke aufzubauen.
Gebiete, die aus dem Programm ausscheiden, erhalten weiterhin begrenzte Unterstützung. Die Initiative "Quartiersmanagement Light" sowie zeitweise personelle Verstärkung sollen den Übergang in die Eigenständigkeit erleichtern.
Die Erweiterung konzentriert sich auf Stadtteile mit akuten sozialen Problemen. Durch zusätzliche Mittel und die Einbindung der Anwohner sollen der Zusammenhalt gestärkt und die Lebensbedingungen vor Ort verbessert werden. Die ersten Änderungen treten 2028 in Kraft.






