17 March 2026, 00:14

Brandstifter in München: Mann wegen Anschlägen auf Infrastruktur angeklagt

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem brennenden Gebäude mit dicken Rauchwolken, unter dem Text 'Die Verwüstungen, die durch die Brandstifter von London beim Abfackeln des neuen Newgate-Gefängnisses verursacht wurden'.

Brandstifter in München: Mann wegen Anschlägen auf Infrastruktur angeklagt

Ein 32-jähriger Mann muss sich wegen einer Serie von Brandstiftungen in und um München vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft München hat Anklage wegen zweier Brände und eines versuchten Brandanschlags gegen ihn erhoben. Die Behörden vermuten, dass die Vorfälle mit einer größeren Welle von Angriffen auf Infrastruktur in den vergangenen zwölf Monaten zusammenhängen könnten.

Der erste mutmaßliche Anschlag ereignete sich im Juli 2024, als der Mann in Oberhaching bei München einen Bauzug in Brand gesteckt haben soll. Zwei Monate später soll er auf einem Firmengelände im Norden Münchens Baumaschinen angezündet und dabei einen Schaden von etwa einer Million Euro verursacht haben. Den Ermittlern zufolge versuchte er zudem, ein Windrad in Berg niederzubrennen.

Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) in Bayern bringt den Beschuldigten mit Texten in Verbindung, die Straftaten verherrlichen und von einem anarchistischen Medium veröffentlicht wurden. Diese Schriften sowie die Brandstiftungen wecken Befürchtungen, es könnte ein systematisches Muster dahinterstecken. Seit August 2023 sind alle ungeklärten Brandanschläge auf kritische Infrastruktur in der Münchner Region aufgeklärt worden.

Nun wird das Landgericht München I die Anklage prüfen und entscheiden, ob es zu einer Hauptverhandlung kommt. Sollte der Fall zugelassen werden, könnte dies Aufschluss über die Motive hinter den Anschlägen und mögliche weitere Verbindungen geben.

Dem Mann werden vorläufig zwei Brandstiftungen sowie ein versuchter Anschlag zur Last gelegt. Die Entscheidung des Gerichts über die Anklage wird die nächsten Schritte der Ermittlungen bestimmen. Die Behörden untersuchen weiterhin mögliche Zusammenhänge mit anderen Vorfällen an Infrastrukturzielen in der Region.

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