Dax erholt sich nach US-Zöllen – doch die Unsicherheit bleibt groß
Deutschlands führender Aktienindex, der Dax, hat sich nach einem holprigen Wochenstart erholt. Der Aufschwung folgt auf einen Rückgang, der durch US-Zölle ausgelöst worden war – Anleger nutzten die Gelegenheit, zu niedrigeren Kursen einzusteigen. Bis Mittag kletterte der Index um 1,1 Prozent auf 20.016 Punkte.
Der Wochenbeginn stand noch im Zeichen von Druck auf den Dax, der unter die Marke von 18.500 Punkten rutschte, nachdem die US-Handelspolitik die Märkte verunsichert hatte. Einige Händler werteten den Rückgang jedoch als Kaufchance, was dem Index half, wieder Boden gutzumachen. Die Erholung brachte den Dax nahe an die 200-Tage-Linie – ein wichtiger Indikator für langfristige Trends –, die knapp unter 19.970 Punkten liegt.
Charttechniker wie Martin Utschneider bezeichneten die Bewegung als "technische Korrektur". Auch der mittelständisch geprägte MDax legte zu und stieg um 2,4 Prozent auf 25.232 Punkte. Die positive Stimmung griff über Deutschland hinaus auf europäische und asiatische Märkte über.
Doch die Unsicherheit bleibt. Die aggressive Handelspolitik der USA unter Präsident Donald Trump sorgt weiterhin für Instabilität, insbesondere angesichts der anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China. Trotz der Erholung warnen Analysten, dass der Verkaufsdruck jederzeit zurückkehren könnte.
Die Erholung des Dax spiegelt das Vertrauen der Anleger in kurzfristige Schnäppchen wider, doch die grundsätzlichen Risiken bestehen fort. Globale Handelskonflikte, vor allem zwischen den USA und China, stellen nach wie vor eine Bedrohung für die Marktstabilität dar. Derweil hält sich der Index über der Marke von 20.000 Punkten – die Aussichten bleiben jedoch vorsichtig.






