Deutsche fürchten Deepfakes und Falschmeldungen – doch teilen sie trotzdem fragwürdige Inhalte
Claudia SchmitzDeutsche fürchten Deepfakes und Falschmeldungen – doch teilen sie trotzdem fragwürdige Inhalte
Eine neue Umfrage offenbart weitverbreitete Sorgen unter Deutschen über Falschmeldungen und KI-generierte Deepfakes. Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten Menschen Schwierigkeiten haben, Online-Inhalte zu überprüfen – viele stoßen regelmäßig auf irreführende Informationen. Gleichzeitig gibt es eine starke Unterstützung für rechtliche Schritte gegen diejenigen, die bewusst falsche Behauptungen verbreiten.
Die Studie macht deutlich, wie häufig Deutsche auf unzuverlässige Informationen treffen. Auffällige 91 Prozent sind bereits auf falsche oder irreführende Inhalte im Netz gestoßen. 41 Prozent sehen zudem regelmäßig Beiträge, deren Wahrheit sie nicht bestätigen können.
Besonders verbreitet sind Falschmeldungen im Zusammenhang mit der US-Politik: 74 Prozent geben an, damit konfrontiert worden zu sein. Doch nicht nur textbasierte Desinformation ist ein Problem – auch KI-erzeugte Deepfakes nehmen zu. Während 41 Prozent vermuten, bereits Deepfakes gesehen zu haben, sind sich nur 20 Prozent sicher. Das Vertrauen in die Fähigkeit, solche Fälschungen zu erkennen, bleibt gering: Nur 34 Prozent fühlen sich dazu in der Lage.
Die Risiken durch Deepfakes beunruhigen 89 Prozent der Befragten. Trotz dieser Bedenken gibt fast die Hälfte (51 Prozent) zu, Inhalte weiterzugeben, selbst wenn sie deren Richtigkeit anzweifeln. Mehr als die Hälfte hat zudem Schwierigkeiten, die Glaubwürdigkeit von Nachrichtenquellen einzuschätzen – ein weiteres Indiz für das Ausmaß des Problems.
In der Öffentlichkeit herrscht große Zustimmung zu schärferen Maßnahmen: Eine überwältigende Mehrheit von 87 Prozent spricht sich dafür aus, die gezielte Verbreitung von Falschmeldungen gesetzlich zu ahnden.
Die Ergebnisse unterstreichen die Herausforderungen, vor denen Deutsche bei der Bewältigung von Online-Informationen stehen. Angesichts der weitverbreiteten Begegnung mit Falschmeldungen und Deepfakes ist die Forderung nach rechtlichen Konsequenzen deutlich. Die Daten zeigen zudem, dass Unsicherheit über Inhalte viele nicht davon abhält, sie trotzdem zu teilen.






