E-Auto-Ladesysteme im Test: Kein Hersteller überzeugt vollends
EcoG veröffentlicht zweiten Ladezuverlässigkeitsindex (CRI) – keine der getesteten E-Auto-Plattformen erfüllt vollumfänglich die Kundenerwartungen
EcoG hat seinen zweiten Ladezuverlässigkeitsindex (CRI) veröffentlicht, der die Leistung von bordeigenen Ladesystemen in Elektrofahrzeugen bewertet. Die Studie zeigt zwar Fortschritte in einigen Bereichen, doch keines der zehn getesteten Systeme erfüllte die Erwartungen der Kunden in vollem Umfang.
Gegenüber der ersten CRI-Erhebung gibt es dem aktuellen Bericht zufolge Verbesserungen bei der Lade-stabilität und der Signalqualität. Auch im Bereich Sicherheit gab es Fortschritte: Es wurden keine Vorfälle mit Personenschäden in Verbindung mit Ladefehlern registriert.
Ein wiederkehrendes Problem blieben jedoch wiederholte Unterbrechungen während des Ladevorgangs – und zwar bei drei der zehn bewerteten Systeme. Zudem traten bei mehreren Plattformen häufig Störungen der 12-Volt-Starterbatterie auf. Viele Nutzer erlebten zudem Ladeabbrüche aufgrund von Autorisierungszeitüberschreitungen.
Die Punktzahlen der Hersteller fielen sehr unterschiedlich aus: Das beste System erreichte 76 von 100 möglichen Punkten, das schlechteste nur 39. Westliche Automobilhersteller setzten in ihren Ladesystemen stark auf Verschlüsselungstechnologien zum Datenschutz. Chinesische Marken zeigten dagegen teilweise weniger Sensibilität für Cybersecurity-Risiken.
Trotz dieser Erkenntnisse gibt der Bericht keine Auskunft darüber, welche konkreten Maßnahmen die Hersteller seit der Ausgabe 2023 ergriffen haben, um die damals identifizierten Schwachstellen zu beheben.
Der CRI 2024 bestätigt, dass derzeit kein bordeigenes Ladesystem alle Kundenerwartungen vollständig erfüllt. Zwar gab es Fortschritte bei Sicherheit und Signalstabilität, doch Probleme wie Ladeunterbrechungen und Batterieausfälle bestehen weiter. Die Hersteller müssen diese Defizite angehen, um die Gesamtleistung beim Laden zu verbessern.






