16 March 2026, 22:15

Edi Geyers Erbe lebt weiter: Warum Oberstdorf ihn 2026 erneut wählen will

Plakat mit dem Text "Elections Municipales Aristide Marre" auf einem weißen Hintergrund.

Edi Geyers Erbe lebt weiter: Warum Oberstdorf ihn 2026 erneut wählen will

Ein Wahlplakat des ehemaligen Oberstdorfer Bürgermeisters Edi Geyer ist wieder in den Kuranlagen der Stadt aufgetaucht. Obwohl er 2022 im Alter von 86 Jahren verstarb, steht sein Name noch immer auf dem Stimmzettel für die Kommunalwahlen 2026. Viele Einwohner wünschen sich nach wie vor, er könnte die Geschicke der Gemeinde erneut lenken.

Edi Geyer wurde 1973 erstmals zum Bürgermeister gewählt – nominiert von den Freien Wählern und der SPD, obwohl er selbst CSU-Mitglied war. Fast 30 Jahre lang prägte er das Amt und gestaltete mit mutigen Entscheidungen die Entwicklung Oberstdorfs.

Während seiner Amtszeit führte Geyer ein fortschrittliches Verkehrskonzept ein, das unter anderem Elektrobusse, neue Kreisverkehre und ausgeweitete Tempo-30-Zonen umfasste. Zudem setzte er sich für Park-and-Ride-Anlagen ein, um den Verkehr zu entlasten. Seit seinem Ausscheiden aus dem Amt gab es keine nennenswerten Aktualisierungen dieser Maßnahmen.

Seine Führung war nicht unumstritten: Zweimal stand Geyer vor einem Parteiausschlussverfahren aus den eigenen Reihen, überstand beide Male jedoch die Vorwürfe. Trotzdem genoss er bei der Bevölkerung großes Ansehen – geschätzt für seinen Entschlusswillen und seine Visionen.

Geyers Vermächtnis lebt in Oberstdorf weiter, wo seine Verkehrspolitik bis heute unverändert bleibt. Dass sein Name 2026 erneut zur Wahl steht, zeigt, wie nachhaltig er die Stadt geprägt hat. Die Bürger verbinden seine Amtszeit noch immer mit einer Ära zielstrebigen Fortschritts.

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