05 April 2026, 01:05

EU AI Grid startet: Europas neues KI-Netzwerk gegen Abhängigkeit von ausländischen Anbietern

Eine animierte Diagrammdarstellung eines globalen Informationsnetzwerks mit Satelliten, die die Erde umkreisen und miteinander verbunden sind, auf einem hellen weißen Hintergrund mit dem Text "Globales Informationsnetzwerk".

EU AI Grid startet: Europas neues KI-Netzwerk gegen Abhängigkeit von ausländischen Anbietern

Ein neues KI-Netzwerk, das Arbeitsplätze und wirtschaftlichen Nutzen in Europa halten soll, ist offiziell gestartet. Unter dem Namen EU AI Grid wurde es am 14. Februar 2026 auf der Münchner Cybersicherheitskonferenz von Embedded LLM vorgestellt, einem Unternehmen für KI-Infrastruktur mit Teams in Asien und Litauen. Das System behandelt KI als eine Art Versorgungsdienstleistung – gemessen, reguliert und lokal bereitgestellt, um die Abhängigkeit von ausländischen Anbietern zu verringern.

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Der erste Knotenpunkt des EU AI Grid ging am 22. Januar 2026 im Telecentras in Vilnius, Litauen, in Betrieb. Anders als herkömmliche KI-Modelle, die auf Rechenzentren im Ausland angewiesen sind, behält dieses dezentrale Netzwerk die Datenverarbeitung innerhalb Europas. Lokale Betreiber legen die Preise fest, stellen Teams ein und behalten die Einnahmen – so bleiben die wirtschaftlichen Vorteile in der Region.

Bei der Vorstellung in München betonte Andrius Kubilius, EU-Kommissar für Verteidigung und Weltraum, die Notwendigkeit einer operativen KI, um Europas Informationsraum zu schützen. Er wies darauf hin, dass ausländische KI-Anbieter derzeit Rechenzentren in Europa errichten, Energie verbrauchen und einen CO₂-Fußabdruck hinterlassen – nur um die gewonnenen Erkenntnisse später zu überteuerten Preisen zurückzuverkaufen.

Das Netzwerk expandiert bereits über Litauen hinaus. Weitere Knotenpunkte sind in Lettland, Estland, Finnland, Deutschland und Italien geplant. Embedded LLM, ein wichtiger Mitentwickler des Open-Source-Inferenzsystems vLLM, arbeitet zudem an TokenVisor, einer kommerziellen Plattform für regulierte KI-Dienste. Ziel ist es, das Konzept bis Ende 2026 auf weitere EU-Länder auszuweiten.

Das EU AI Grid soll die Kontrolle über die KI-Infrastruktur zurück nach Europa holen. Indem Datenverarbeitung, Arbeitsplätze und Einnahmen auf dem Kontinent bleiben, verringert sich die Abhängigkeit von externen Anbietern. Wie effektiv das Netzwerk die KI-Wirtschaft Europas in den kommenden Jahren prägen kann, wird sich mit seinem Wachstum zeigen.

AKTUALISIERUNG

Pre-Conference Momentum: EU AI Grid Gains Support in Brussels

The EU AI Grid's launch at the Munich Cybersecurity Conference was preceded by a high-profile Brussels event. Key details include:

  • A January 14, 2026 kick-off reception in Brussels brought together EU Parliament members, NATO officials, and cybersecurity leaders.
  • The gathering focused on digital sovereignty amid rising cyber threats and global tech competition.
  • Despina Spanou (European Commission) and Ambassador Jean-Charles Ellermann-Kingombe (NATO) led discussions on securing Europe's digital future.