Fachkräftemangel 2036: Wie Unternehmen ihr Wissen vor der Rentenwelle retten wollen
Claudia SchmitzFachkräftemangel 2036: Wie Unternehmen ihr Wissen vor der Rentenwelle retten wollen
Deutschland steht vor einem drohenden Fachkräftemangel, da bis 2036 fast 13 Millionen Beschäftigte in den Ruhestand gehen werden. Dieser Abgang wird fast ein Drittel der aktuellen Belegschaft vom Arbeitsmarkt nehmen. Unternehmen kämpfen nun darum, wertvolles Know-how zu sichern, bevor erfahrene Mitarbeiter endgültig ausscheiden.
Die Wissensweitergabe ist für Betriebe zu einer dringenden Herausforderung geworden. Ohne strukturierte Lösungen droht jahrzehntelange Erfahrung in Vertrieb, Kundenservice und Projektmanagement verloren zu gehen. Viele Firmen setzen zunehmend auf Technologie, um diese Lücke zu schließen.
Die IntraFind Software AG, ein Münchner Spezialist für Unternehmenssuche und KI, bietet Tools an, mit denen institutionelles Wissen erfasst und geteilt werden kann. Ihre Plattformen bündeln Daten aus Dateisystemen, Unternehmensportalen, Wikis, E-Mails und Cloud-Diensten. Fortgeschrittene Textanalysen, maschinelles Lernen und große Sprachmodelle helfen dabei, Muster zu erkennen und verwandte Informationen über verschiedene Systeme hinweg zu verknüpfen.
Franz Kögl, der Geschäftsführer des Unternehmens, bezeichnet die Wissensweitergabe als strategische Notwendigkeit. Moderne Suchsysteme ermöglichen es Nachwuchskräften, in Sekunden auf frühere Projekte, Vertriebsunterlagen und Servicedokumentationen zuzugreifen. Dadurch verkürzt sich die Einarbeitungszeit, und entscheidendes Wissen bleibt im Unternehmen erhalten.
Angesichts der bevorstehenden Rentenwelle müssen Unternehmen handeln, um Jahrzehnte an Expertise zu bewahren. KI-gestützte Suchplattformen bieten eine praktische Möglichkeit, wichtiges Wissen zu dokumentieren und abzurufen. Ohne solche Maßnahmen riskieren Firmen, an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren, wenn erfahrene Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.






