Fahimi zerpflückt Regierungspläne: "Völlig verfehlte Sparpolitik"
Gewerkschaftschefin Yasmin Fahimi hat die Wirtschaftsreformpläne der Regierung scharf kritisiert. Die aktuelle Herangehensweise bezeichnete sie als „völlig verfehlt“ und warnte, pauschale Kürzungen würden die Binnennachfrage schwächen. Ihre Äußerungen fallen kurz vor einem entscheidenden Treffen zwischen Spitzenvertretern der Koalition, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden.
Fahimi wies den Vorschlag zurück, Steuerreformen durch einen radikalen Abbau aller staatlichen Subventionen zu finanzieren, und nannte dies „völliger Unsinn“. Sie argumentierte, dass undifferenzierte Sparmaßnahmen und planlose Politik die eigentlichen Probleme nicht lösten. Stattdessen forderte sie gezielte Unterstützung für Unternehmen, die in Wachstum, Arbeitsplatzqualität und Klimaneutralität investieren.
CDU/CSU und SPD wollen die Reformdetails bis Ende Juni oder Anfang Juli finalisieren. Doch Fahimi warnte, der Fokus der Regierung auf Sparpolitik ohne strukturelle Veränderungen sei grundlegend falsch. Sie betonte, dass Modernisierung – und nicht nur Ausgabenkürzungen – nötig sei, um die Wirtschaft zu stärken.
Die Gewerkschaften planen, auf dem Treffen am Mittwoch eigene Reformvorschläge vorzulegen. Diese zielen darauf ab, Unternehmen zu entlasten und gleichzeitig die Wirtschaftstätigkeit anzukurbeln. Fahimi machte deutlich, dass reine Sparpolitik die Nachfrage abwürgen und die Erholung ersticken könnte.
Bei dem Treffen am Mittwoch kommen Spitzenpolitiker der Koalition, Gewerkschaftsvertreter und Wirtschaftsfunktionäre zusammen. Fahimis Kritik unterstreicht die tiefen Gräben bei der Frage, wie fiskalische Verantwortung und wirtschaftliches Wachstum in Einklang zu bringen sind. Das Ergebnis könnte die Reformagenda Deutschlands in den kommenden Monaten prägen.






