Frei fordert flexibleres Renteneintrittsalter wegen steigender Lebenserwartung
Tim KellerFrei fordert flexibleres Renteneintrittsalter wegen steigender Lebenserwartung
Thorsten Frei, der Kanzleramtsminister und Chef des Bundeskanzleramts, hat angesichts der steigenden Lebenserwartung eine spätere Anhebung des Renteneintrittsalters gefordert. Eine bloße Verlängerung der Arbeitszeit um sechs Monate werde die grundlegenden Probleme der Rentenversicherung nicht lösen, warnte er.
Deutschland hat das reguläre Renteneintrittsalter bereits auf 67 Jahre festgesetzt. Frei betonte jedoch, dass die Rentenvorschriften stärker an die tatsächliche Lebenserwartung der Menschen angepasst werden müssten. Gleichzeitig warnte er davor, die Debatte auf reine Altersgrenzen zu verengen.
Eine von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission soll Anfang Juni ihre Empfehlungen vorlegen. Die Expertengruppe wird Vorschläge zur Verlängerung der Erwerbsphase unterbreiten, wobei die genauen Maßnahmen noch unklar sind. Frei regte an, dass verschiedene Ansätze nötig seien, um ältere Arbeitnehmer länger im Berufsleben zu halten.
Auch die Technologie, darunter künstliche Intelligenz, werde eine Rolle bei der Gestaltung zukünftiger Rentensysteme spielen. Frei unterstrich, dass es umfassendere Lösungen brauche statt schneller Korrekturen.
Die Ergebnisse der Kommission werden im kommenden Monat erwartet. Eventuelle Anpassungen des Renteneintrittsalters hängen von der Entwicklung der Lebenserwartung und wirtschaftlichen Faktoren ab. Die Regierung muss anschließend entscheiden, wie die Vorschläge umgesetzt werden.






