Gericht stoppt Björn Höckes Rede bei AfD-Parteitag in Bayern
Ein bayerisches Gericht hat dem rechtsextremen Politiker Björn Höcke untersagt, auf einer AfD-Veranstaltung in Seybothenreuth zu sprechen. Die Entscheidung folgt einem neuen Gesetz, das es Kommunen ermöglicht, Reden zu verbieten, die extremistische Gewalt oder Antisemitismus fördern könnten. Unterdessen bereiten linksextreme Demonstranten eine Großkundgebung gegen die Partei während ihres Parteitags vor. Das Verwaltungsgericht Bayreuth bestätigte das Redeverbot am 14. Februar 2026 und begründete dies mit Höckes Vergangenheit rechtsextremer Äußerungen. Die Entscheidung stützt sich auf eine 2025 beschlossene Novelle der Bayerischen Gemeindeordnung, die es lokalen Behörden erlaubt, Auftritte zu untersagen, die mit nationalsozialistischem Gedankengut oder Antisemitismus in Verbindung stehen. Dies ist bereits das zweite Mal im Februar, dass ein bayerisches Gericht die neue Regelung gegen Höcke anwendet. Zuvor hatte die Gemeinde Lindenberg ein ähnliches Verbot für einen seiner Auftritte verhängt. Trotz dieser Urteile haben seit der Einführung des Gesetzes im Januar 2026 keine weiteren bayerischen Kommunen berichtet, die Regelung genutzt zu haben, um AfD-Veranstaltungen oder Politiker einzuschränken. Die AfD verurteilte die Gerichtsentscheidung scharf und kündigte an, weiter für das zu kämpfen, was sie als "Meinungsfreiheit" in Bayern bezeichnet. Der Parteitag in Seybothenreuth wird nun ohne Höckes Rede stattfinden, während Tausende linke Demonstranten zu Protesten erwartet werden. Das Urteil des Gerichts unterstreicht die Anwendung des aktualisierten bayerischen Kommunalrechts zur Eindämmung extremistischer Rhetorik. Höcke bleibt von der Veranstaltung als Redner ausgeschlossen, und die rechtliche Gegenwehr der AfD blieb bisher erfolglos. Die linken Aktivisten werden wie geplant ihre Kundgebung abhalten – ein Zeichen für die anhaltenden Spannungen um die Präsenz der Partei in der Region.
Higher court overturns Höcke's speaking ban in landmark ruling
The Bavarian Administrative Court ruled on 13 February 2026 that speaking bans against Björn Höcke were unlawful, overturning earlier decisions. 'The municipalities did not provide sufficient concrete evidence' to justify the restrictions, the court stated. Seybothenreuth and Lindenberg mayors now call the new law a 'blunt sword', admitting it failed to meet legal standards. This marks the first major legal challenge to Bavaria's 2026 Municipal Code amendment.





