Globale Allianz kämpft gegen Gewalt an Kindern mit neuem Aktionsplan
Niklas MeyerGlobale Allianz kämpft gegen Gewalt an Kindern mit neuem Aktionsplan
Neue Partnerschaft will globale Gewalt gegen Kinder bekämpfen
SOS-Kinderdörfer weltweit und die Internationale Gesellschaft zur Verhütung von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung (ISPCAN) haben sich zusammengeschlossen, um den Schutz von Kindern weltweit zu stärken. Fast eine Milliarde Kinder erleben jährlich körperliche, seelische oder sexuelle Gewalt – eine alarmierende Zahl, die dringendes Handeln erfordert.
Die Zusammenarbeit vereint wissenschaftliche Forschung, politische Interessenvertretung und jahrzehntelange Praxiserfahrung. Beide Organisationen betonen, wie wichtig Prävention, klare Verantwortlichkeiten und eine stärkere Unterstützung durch die Gemeinschaft sind, um Kinder zu schützen.
Überlastete Behörden, Personalmangel und unklare Zuständigkeiten lassen Schutzsysteme in vielen Ländern oft unwirksam werden. Allein in Deutschland wurden 2024 fast 18.100 Kinder unter 14 Jahren als Opfer von Straftaten registriert – darunter mit 13.400 deutlich mehr Mädchen als Jungen (4.700).
Im Rahmen der Partnerschaft findet am 9. Oktober 2025 in Vilnius, Litauen, das Rise Up Policy Forum statt. Dort kommen Expert:innen, Politiker:innen und Fachkräfte zusammen, um wissenschaftlich fundierte Strategien zu entwickeln und politische Veränderungen voranzutreiben. Dr. Simone Töpfer, Beraterin für Kinderschutz bei SOS-Kinderdörfer weltweit, fordert verbindliche Standards, klar definierte Verantwortungen und ein tägliches Engagement, um Kinder zu schützen.
Ziel der Kooperation ist es, durch globale Zusammenarbeit nachhaltige Verbesserungen im Kinderschutz zu erreichen. Durch die Schließung systemischer Lücken und die Förderung von Prävention soll Gewalt reduziert und sichere Umfelder für Kinder geschaffen werden. Entscheidend dafür sind konkrete politische Maßnahmen und stärkere Gemeinschaftsnetzwerke.






