Graham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transfeindlich karikiert zu haben
Claudia SchmitzGraham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transfeindlich karikiert zu haben
Der Comedy-Autor Graham Linehan wirft BBC-Drehbuchautoren vor, ihn in der Arztserie Doctors als transfeindliche Figur karikiert zu haben. Der 57-Jährige, der als Mit-Schöpfer der Kultserie Father Ted bekannt ist, behauptet, die geschiedene Arztfigur Graham Elton spiegle sein Privatleben und seine umstrittenen Ansichten wider. Die BBC wies die Vorwürfe zurück und betonte, die Figur sei rein fiktiv.
Linehan äußerte seine Bedenken erstmals in einer Online-Diskussion über die BBC-Serie The Capture und Migrationsthemen. Er argumentierte, Doctors habe mit Dr. Graham Elton – einem getrennt lebenden, mittelfünfziger Mann mit aggressiv transfeindlichen Positionen – gezielt seinen Ruf schädigen wollen. Die Figur tauchte in der finalen Staffel auf, die 2024 ausgestrahlt wurde.
Die BBC lehnte Linehans Vorwürfe entschieden ab und versicherte, Elton basiere auf keiner realen Person. In einer Stellungnahme von 2022 hieß es, die Handlung solle unterschiedliche Perspektiven erkunden – nicht Einzelpersonen angreifen. Rechtliche Schritte blieben aus, und die Folge wurde wie geplant gesendet.
Linehans öffentliche Haltung zu Transgender-Themen hatte für ihn bereits berufliche Konsequenzen. Sein Auftritt beim Edinburgh Fringe Festival 2023 wurde wegen seiner transfeindlichen Äußerungen abgesagt, und seine Ex-Frau, die Schauspielerin Helen Serafinowicz, ließ sich 2020 nach massiver Kritik von ihm scheiden. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder, einen Sohn und eine Tochter.
Die BBC hält weiterhin daran fest, dass die Charaktere in Doctors fiktiv sind und keine direkten Bezüge zu Linehan oder seinen Überzeugungen bestehen. Die Serie endete 2024 ohne weitere bekannte Konflikte über ihren Inhalt. Linehans Vorwürfe bleiben ungeklärt, und Änderungen an der Erzählweise der BBC wurden nicht angekündigt.






