08 June 2026, 20:11

Historisches Bornemann-Haus wird zur lebendigen Galerie 1565 in Hamburg

Galerie 1565 eröffnet im Bornemann-Haus im Binnenhafen

Historisches Bornemann-Haus wird zur lebendigen Galerie 1565 in Hamburg

Eines der ungewöhnlichsten Kunstprojekte Deutschlands hat in Hamburg seine Türen geöffnet. Das Bornemann-Haus, ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert in der Schlossstraße in Harburg, beherbergt nun die Galerie 1565. Nach jahrelanger behutsamer Restaurierung präsentierte die Galerie diese Woche ihre erste Ausstellung mit Werken von 16 zeitgenössischen Künstlern.

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Das Bornemann-Haus wurde 1565 unter Herzog Otto II. errichtet. Ursprünglich ein bürgerliches Wohnhaus, diente es später als Färberei und Privatresidenz. Im 20. Jahrhundert drohte dem Gebäude der Abriss, doch wegen seines historischen Wertes blieb es erhalten.

2006 erwarb Arne Weber das Anwesen. Die Sanierung dauerte fünfeinhalb Jahre, wobei der Fokus auf der Bewahrung der ursprünglichen Bausubstanz lag. Heute prägen freigelegte Wände, restaurierte Böden sowie authentische Ziegel und Fachwerk das Innere der Galerie.

Die offizielle Eröffnung der Galerie 1565 fand am Donnerstagabend statt. Zu den Gästen zählten Frank Horch, Dr. Georg Mecke, Sophie Fredenhagen, Jana Schiedek und der Kunstsammler Harald Falckenberg. Die öffentliche Eröffnung folgte am Montag mit Werken von Anna Mrzyglod, Xinyan Zhang, Violetta Ehnsperg und anderen.

Weber bezeichnet das Haus selbst als das eigentliche Herzstück der Galerie. Die jahrhundertealte Architektur bildet nun eine beeindruckende Kulisse für moderne Kunst.

Aus einem vernachlässigten historischen Gebäude ist ein lebendiger Kulturort geworden. Die Verbindung von Renaissance-Architektur und zeitgenössischer Kunst bietet Besuchern ein einzigartiges Erlebnis. Die Eröffnung der Galerie markiert ein neues Kapitel für eines der ältesten erhaltenen Häuser Hamburgs.

Quelle