Krebsdiagnose und Kosmetik: Warum Lercheks neue Marke Eyya Skin polarisiert
Niklas MeyerKrebsdiagnose und Kosmetik: Warum Lercheks neue Marke Eyya Skin polarisiert
Die Bloggerin Valeria Chekalina, online besser bekannt als Lerchek, hat trotz ihrer öffentlich thematisierten Diagnose von Krebs im Stadium 4 eine eigene Kosmetikmarke namens Eyya Skin auf den Markt gebracht. Der Schritt löst unter ihren Followern kontroverse Diskussionen aus: Während die einen ihre Widerstandskraft bewundern, hinterfragen andere ihre Beweggründe.
Der Produzent Gera Iwashtschenko zieht Parallelen zu den PR-Strategien der Familie Kardashian und bezeichnet Chekalinas Vorgehen als einen bewussten, in Russland eher ungewöhnlichen Marketingansatz. Ihre Entscheidung, ihre Krebserkrankung und persönlichen Kämpfe in Werbevideos zu thematisieren, stößt auf geteilte Reaktionen: Manche Kritiker werfen ihr vor, zu stark auf Mitleid zu setzen, andere schätzen ihre Offenheit in einer so schwierigen Phase.
Chekalinas öffentliches Image vereint Verletzlichkeit und Stärke – eine Kombination, die Iwashtschenko für russische Zuschauer als ungewöhnlich einstuft. Während sich Betroffene schwerer Krankheiten hierzulande meist aus der Öffentlichkeit zurückziehen, nutzt sie ihre Plattform gezielt, um ihre Marke aufzubauen.
Iwashtschenko vermutet, dass ihre Transparenz auch eine kalkulierte Strategie sein könnte, um die finanzielle Zukunft ihrer Kinder abzusichern. Gleichzeitig warnt er, dass eine solche Offenheit auf viele befremdlich wirken könnte, da sie mit kulturellen Gepflogenheiten bricht.
Die Markteinführung von Eyya Skin fällt in eine turbulente Phase von Chekalinas Privatleben: Ihr Ex-Mann, Artem Chekalin, wurde kürzlich in Moskau wegen Devisenbetrugs zu sieben Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt – ein weiterer Aspekt, der ihre Geschichte in den Fokus der Öffentlichkeit rückt.
Die Reaktionen auf den Markenstart sind gespalten: Unterstützer sehen darin einen mutigen Schritt, Kritiker werfen ihr vor, ihre Krankheit auszunutzen. Iwashtschenkos Vergleich mit den Kardashians unterstreicht, wie sehr ihr Ansatz von der traditionellen russischen Haltung zu persönlichen Schicksalsschlägen abweicht. Langfristig bleibt abzuwarten, wie sich ihre Strategie auf ihr Publikum und die Marke auswirken wird.






