21 April 2026, 18:17

Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewaltverbrechen entfachen Streit über Migration und Sicherheit

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" und eine Flagge, mit Straßenlaternen, Bäumen, Kränen, einem Gebäude und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewaltverbrechen entfachen Streit über Migration und Sicherheit

Kriminalstatistik 2025: Rückgang bei Gesamtstraftaten – aber deutlicher Anstieg bei Gewaltverbrechen sorgt für Streit

Die neu veröffentlichten Polizeistatistiken zu den Kriminalzahlen für das Jahr 2025 haben in Deutschland eine kontroverse Debatte ausgelöst. Zwar ging die Gesamtzahl der registrierten Straftaten um 5,6 Prozent zurück, doch gleichzeitig stiegen bestimmte schwere Gewaltverbrechen deutlich an – darunter Mord, Totschlag und Sexualdelikte. Kritiker, darunter die Türkische Gemeinde in Deutschland, werfen der Regierung vor, die Daten für eine spaltende politische Erzählung zu instrumentalisieren.

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Laut dem Bundeskriminalbericht 2025 wurden insgesamt 5,5 Millionen Straftaten erfasst, was einem Rückgang von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Trotz dieses allgemeinen Rückgangs nahm die Zahl der schweren Gewaltverbrechen zu: Die Fälle von Mord und Totschlag stiegen um 6,5 Prozent, Vergewaltigungen und andere schwere Sexualstraftaten sogar um 8,5 Prozent. Auch Messerangriffe blieben auf hohem Niveau – mit rund 29.000 registrierten Vorfällen, das entspricht durchschnittlich etwa 80 pro Tag.

Die Statistik zeigt zudem deutliche Unterschiede in der Herkunft der Tatverdächtigen. Nichtdeutsche Staatsbürger wurden – selbst nach Berücksichtigung ihres Bevölkerungsanteils – etwa 2,6-mal häufiger als Tatverdächtige erfasst als deutsche Staatsbürger. Bei Gewaltverbrechen vergrößert sich diese Kluft noch: Hier waren Ausländer etwa viermal so oft als Tatverdächtige verzeichnet. Die am häufigsten genannten Herkunftsländer unter den nichtdeutschen Verdächtigen waren die Türkei, Syrien, Rumänien, die Ukraine, Polen und Afghanistan.

Scharfe Kritik an "politischer Instrumentalisierung" der Zahlen Mehtap Çağlar, Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, kritisierte die Darstellung der Daten durch die Regierung scharf. Die Organisation wirft Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor, die Statistik für politische Zwecke in Szene zu setzen. Die Zahlen spiegelten vor allem polizeiliche Kontrollpraktiken wider und nicht das tatsächliche Kriminalitätsgeschehen oder dessen Ursachen, argumentiert die Türkische Gemeinde. Zudem verurteilte sie eine "rassistische" Deutung der Statistik, die Migrantengemeinden pauschal unter Generalverdacht stelle.

Debatte über Polizei, Migration und öffentliche Sicherheit verschärft sich Der Kriminalbericht 2025 heizt die Diskussionen über Polizeiarbeit, Zuwanderung und innere Sicherheit in Deutschland weiter an. Während die Gewaltkriminalität steigt, geht die Gesamtzahl der Straftaten zurück – ein Widerspruch, der die Statistik zu einem zentralen Thema für politische und gesellschaftliche Auseinandersetzungen macht. Die Vorwürfe der Türkischen Gemeinde erhöhen zudem den Druck auf die Behörden, die Erhebung und Darstellung von Kriminalstatistiken transparenter und fairer zu gestalten.

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