17 April 2026, 16:30

Landshut verwandelt altes Gefängnis in zukunftsweisenden Wohnraum

Von Zellen zu zukünftigen Apartments

Landshut verwandelt altes Gefängnis in zukunftsweisenden Wohnraum

Ausstellung in Landshut: Vom Gefängnis zum modernen Wohnraum

Eine neue Ausstellung in Landshut präsentiert visionäre Pläne zur Umwandlung eines lange leerstehenden Gefängnisses in modernen sozialen Wohnraum. Ab Freitag, dem 4. April, um 18 Uhr werden Entwürfe von Studierenden gezeigt, die Denkmalschutz mit innovativen Wohnkonzepten verbinden. Das Projekt soll die Debatte über die Zukunft des Gebäudes anregen und gleichzeitig als Vorbild für ähnliche Standorte in ganz Bayern dienen.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Studierenden der Hochschule Augsburg. Unter dem Motto "Jailhouse Rock" nahmen sie sich der Herausforderung an, das 1906 erbaute Gefängnis – das 2008 geschlossen wurde und seitdem leer steht – neu zu nutzen. Ihre Aufgabe bestand darin, ein klimaneutrales Wohnprojekt zu entwickeln, das den historischen Charakter des Bauwerks bewahrt und gleichzeitig heutige Anforderungen erfüllt.

Die Entwürfe umfassen behutsane Sanierungskonzepte, energieeffiziente Systeme und flexible Wohnungsgrundrisse. Zudem wurden Gemeinschaftsflächen und öffentlich zugängliche Bereiche vorgeschlagen, um den Standort besser mit der umliegenden Stadt zu vernetzen. Ziel war es, Vorbehalte gegenüber der Vergangenheit des Gefängnisses abzubauen und es harmonisch in die Landshuter Altstadt zu integrieren.

Leitende Kräfte des Projekts waren Dr. Judith Sandmeier, Prof. Wolfgang Nowak, Prof. Christian Bauriedel und Jan Glasmeier. Ihre Studierenden entwickelten Konzepte, die modernes Wohnen mit dem historischen Erbe des Gebäudes in Einklang bringen. Das seit 2012 unter Denkmalschutz stehende ehemalige Gefängnis prägt als markantes Bauwerk den südlichen Eingang zur Altstadt.

Nach der Eröffnung ist die Ausstellung ab Samstag, dem 5. April, in der Kleinen Rathausgalerie kostenlos zu besichtigen. Die Veranstalter hoffen, dass sie konkrete Pläne für die Wiederbelebung des Gefängnisses anstoßen und als Beispiel für andere verwaiste historische Stätten in Bayern dienen wird.

Die Schau läuft ab dem 5. April mit freiem Eintritt und bietet einen detaillierten Einblick, wie aus dem Gefängnis neuer Wohnraum entstehen könnte. Die studentischen Vorschläge verbinden Denkmalschutz, Energieeffizienz und soziale Einbindung. Sollten die Ideen umgesetzt werden, könnten sie als Leitfaden für die Umnutzung ähnlicher stillgelegter Gefängnisse in der Region dienen.

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