14 April 2026, 08:14

Lehrerin soll 16 Jahre lang krankgeschrieben Betrug begangen haben

Ein Mann, mutmaßlich ein Lehrer, sitzt an einem Schreibtisch mit Büchern und Gegenständen vor einer Gruppe von Kindern, mit Papieren an der Wand hinter ihm.

Lehrerin soll 16 Jahre lang krankgeschrieben Betrug begangen haben

Eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel steht unter Strafverfolgung wegen des Verdachts auf Betrug. Sie befand sich über 16 Jahre lang in Krankschreibung, soll in dieser Zeit jedoch als Heilpraktikerin gearbeitet und ein Unternehmen geführt haben. Die Staatsanwaltschaft geht nun davon aus, dass sie falsche Angaben gemacht hat, um weiterhin ihr volles Gehalt zu beziehen.

Im Mittelpunkt des Falls steht eine Pädagogin, die seit 2008 nicht mehr im Dienst war. Trotz ihrer langjährigen Abwesenheit wurde von den Behörden niemals eine amtliche ärztliche Untersuchung angefordert. Während dieser Zeit bezog sie weiterhin ihr volles Gehalt vom Land Nordrhein-Westfalen.

Ermittler durchsuchten kürzlich ihr Haus in Duisburg und beschlagnahmten Dokumente sowie digitale Speichermedien. Der Strafprozess konzentriert sich auf den Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs zwischen 2021 und 2025, da frühere Jahre möglicherweise bereits verjährt sind.

Offiziell krankgeschrieben, arbeitete sie parallel als Heilpraktikerin. Zudem nahm sie an einem Existenzgründungswettbewerb teil, was weitere Fragen zu ihren Aktivitäten aufwirft. Die Behörden prüfen nun, ob sie und ein Mitarbeiter des Landschaftsverbands Rheinland, der in ihren Fall involviert war, ihre dienstlichen Pflichten verletzt haben.

Als Reaktion darauf hat Nordrhein-Westfalen angekündigt, die Kontrollen bei langfristigen oder wiederholten Krankschreibungen zu verschärfen.

Die Ermittlungen laufen noch; die Staatsanwaltschaft wertet Beweise für Betrug und mögliche Pflichtverstöße aus. Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnte der Fall zu strengeren Regelungen bei Langzeiterkrankungen im gesamten Bundesland führen. Die Gehaltszahlungen der Lehrerin und ihre Nebentätigkeiten werden zentrale Punkte der Untersuchungen sein.

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