Masern und Keuchhusten kehren in den USA mit tödlichen Folgen zurück
Claudia SchmitzMasern und Keuchhusten kehren in den USA mit tödlichen Folgen zurück
Impfpräventable Krankheiten kehren in den USA besorgniserregend zurück
Die Zahl der Masernfälle hat in diesem Jahr die Marke von 700 überschritten, während Keuchhusten bereits über 7.500 Menschen infiziert hat. Gesundheitsbehörden schlagen Alarm, da die Impfquoten weiterhin unter dem Stand vor der Pandemie liegen.
Masern breiten sich rasant in mehreren Bundesstaaten aus – allein 2024 wurden 285 Fälle gemeldet. Die Krankheit hat in diesem Jahr bereits zwei Kindern das Leben gekostet. Gleichzeitig trifft Keuchhusten besonders Säuglinge hart: Etwa ein Drittel der unter sechs Monate alten Babys, die sich ansteckten, musste stationär behandelt werden. Tragischerweise führte die Infektion in Louisiana, South Dakota und Washington zu Todesfällen.
Der Rückgang der Impfraten bei Kindern begann während der COVID-19-Pandemie und hat sich bis heute nicht erholt. Der DTaP-Impfstoff, der vor Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten schützt, wird in fünf Dosen im frühen Kindesalter verabreicht. Eine Auffrischung wird im Alter von 11 oder 12 Jahren empfohlen, gefolgt von einer weiteren alle zehn Jahre.
Das Vertrauen in Impfungen ist – besonders unter Republikanern – seit der Pandemie gesunken. Dieser Vertrauensverlust hat zu niedrigeren Impfquoten beigetragen und mehr Menschen anfällig für vermeidbare Krankheiten gemacht.
Der Anstieg der Masern- und Keuchhustenfälle zeigt die Folgen sinkender Impfabdeckung. Ohne eine Verbesserung der Impfraten werden Ausbrüche voraussichtlich weiter anhalten. Gesundheitsbehörden appellieren weiterhin an Eltern, dafür zu sorgen, dass Kinder alle empfohlenen Impfungen zeitgerecht erhalten.






