Matthias Hundt bleibt vorerst im Amt – trotz Rücktrittsdrama und Ermittlungen
Niklas MeyerMatthias Hundt bleibt vorerst im Amt – trotz Rücktrittsdrama und Ermittlungen
Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, hat seinen Rücktritt zurückgenommen – zunächst war er wegen Frustration über Gerüchte von seinem Amt zurückgetreten. Der Schritt erfolgt, während die Behörden seine Verbindungen zu einer inzwischen insolventen Beratungsfirma untersuchen.
Hundt hatte seinen Rücktritt zunächst nach Vorwürfen im Zusammenhang mit der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH angeboten, einem Unternehmen, das sich derzeit in Insolvenzverfahren befindet. Die Staatsanwaltschaft Dresden prüft seine Rolle beim Zusammenbruch der Firma. Gleichzeitig untersucht die Deutsche Rentenversicherung, ob während seiner Tätigkeit dort Sozialabgaben vorenthalten wurden.
Später zog er seine Entscheidung zurück und begründete dies damit, dass er sich gegen „haltlosen Behauptungen“ zur Wehr setzen wolle. Dennoch hat der Senat trotz des Rückzugs seines Rücktritts die Pläne zu seiner Entlassung vorangetrieben. Eine endgültige Entscheidung über seine Abberufung wird bis Dienstag erwartet.
Aus Unterlagen geht hervor, dass Hundt niemals Gesellschafter der Humboldt Capture Germany GmbH war, wo er bis Herbst 2024 lediglich als externer Geschäftsführer tätig war. Trotz der Kontroverse hat er Anspruch auf eine Abfindung in Höhe von etwa 72.000 Euro – entsprechend einem halben Jahresgehalt.
Das Entlassungsverfahren des Senats läuft bereits, eine formelle Entscheidung steht in den kommenden Tagen an. Sollte Hundt abberufen werden, behält er dennoch Anspruch auf seine Abfindung. Die Ermittlungen zu den Finanzgeschäften der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH dauern derweil an.






