19 March 2026, 10:27

Mecklenburg-Vorpommern drohen 160 Millionen Euro weniger Agrarsubventionen aus Brüssel

Eine Poster-Karte der Vereinigten Staaten, die den Prozentsatz von Bauernmärkten zeigt, die SNAP-Gelder in jedem Landkreis im Jahr 2013 akzeptieren.

Backhaus: Ländliche Regionen dürfen nicht vernachlässigt werden - Mecklenburg-Vorpommern drohen 160 Millionen Euro weniger Agrarsubventionen aus Brüssel

Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern stehen vor erheblicher finanzieller Unsicherheit, da geplante Kürzungen der EU mehr als 160 Millionen Euro an jährlichen Agrarsubventionen bedrohen. Der Landwirtschaftsminister des Landes, Till Backhaus, warnte, dass über 1.000 Betriebe von den Streichungen besonders betroffen sein könnten, die sich vor allem gegen größere Höfe durch Obergrenzen und degresive Staffeln richten.

Die geplanten Kürzungen sind Teil der laufenden EU-Diskussionen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) über das Jahr 2028 hinaus. Backhaus betonte, dass die GAP nicht nur Subventionen umfasse, sondern auch die ländliche Entwicklung in der Region fördere. Seine Sorgen kommen hinzu, nachdem jüngste Gerichtsurteile die bestehende Ausweisung nitratbelasteter Gebiete infrage gestellt haben – was Landwirte ohne klare rechtliche Vorgaben zurücklässt.

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Auf der anstehenden Agrarministerkonferenz (AMK) werden Backhaus und Brandenburg für überarbeitete Düngeregelungen kämpfen, die rechtlich belastbar und gleichzeitig praxistauglich sind. Der Minister forderte zügige Anpassungen, um den Betrieben dringend benötigte Planungssicherheit zu geben.

Unterdessen hat der EU-Klimabeirat unter Leitung des Ökonomen Ottmar Edenhofer einen Systemwechsel vorgeschlagen: Statt Subventionen soll künftig das Verursacherprinzip gelten. Demnach müssten Landwirte die Kosten für klimabedingte Umweltschäden selbst tragen, anstatt finanzielle Unterstützung zu erhalten. Die Debatte erhöht den Druck auf die laufenden Verhandlungen über die Zukunft der GAP-Förderung.

Sollten die geplanten Kürzungen tatsächlich umgesetzt werden, droht Mecklenburg-Vorpommern der Verlust beträchtlicher Mittel – mit Folgen für über tausend Betriebe. Backhaus machte deutlich, dass rasches Handeln nötig ist, um die Düngeregelungen zu stabilisieren und die Zukunft des Agrarsektors in der Region zu sichern. Die Ergebnisse der AMK-Beratungen werden zeigen, wie diese Herausforderungen in den kommenden Jahren bewältigt werden.

Quelle