Merz und Montenegro stärken Deutschlands Partnerschaft mit Portugal in Wirtschaft und Verteidigung
Claudia SchmitzMerz und Montenegro stärken Deutschlands Partnerschaft mit Portugal in Wirtschaft und Verteidigung
Bundeskanzler Friedrich Merz will während des Besuchs von Ministerpräsident Luís Montenegro in Berlin die wirtschaftlichen und verteidigungspolitischen Beziehungen zu Portugal vertiefen. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen der Ausbau des Handels, die digitale Transformation sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften beider Länder.
Montenegros Reise erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Portugal einen deutlichen Anstieg der Technologieexporte nach Deutschland verzeichnet. 2025 stiegen diese Ausfuhren um 150 Prozent, wobei deutsche Unternehmen eine zentrale Rolle bei der Nachfragesteigerung spielten. Beide Politiker betonten die Notwendigkeit neuer Handelsabkommen, um den Warenverkehr mit Drittstaaten zu beleben.
Die Digitalminister Deutschlands und Portugals führen bereits intensive Gespräche über gemeinsame Digitalprojekte. Merz verwies zudem auf das große Interesse portugiesischer Technologieunternehmen an deutschen IT-Fachkräften, insbesondere vor dem Hintergrund des wachsenden Tech-Sektors in Portugal.
In der Verteidigungspolitik hob Merz die mögliche Beschaffung des gepanzerten Fahrzeugsystems Boxer durch Portugal hervor. Ein solches Geschäft würde seiner Ansicht nach die Integration der Streitkräfte beider Länder vorantreiben. Über die militärische Zusammenarbeit hinaus sieht der Kanzler Potenzial für eine stärkere Vernetzung zwischen der Lufthansa und der portugiesischen Fluggesellschaft TAP Air Portugal.
Ziel des Besuchs ist es, die wirtschaftlichen und strategischen Partnerschaften zwischen Deutschland und Portugal zu festigen. Neue Handelsvereinbarungen, Rüstungszusammenarbeit und Luftfahrtdeals werden voraussichtlich im Mittelpunkt der Verhandlungen stehen. Beide Seiten haben signalisiert, die Kooperation in Schlüsselbranchen weiter ausbauen zu wollen.






