Milchbauern bleiben ohne EU-Hilfen – Minister blockieren Krisenplan gegen Preisdruck
Niklas MeyerMilchbauern bleiben ohne EU-Hilfen – Minister blockieren Krisenplan gegen Preisdruck
Landwirtschaftsminister haben einen Vorschlag zur Unterstützung notleidender Milchbauern abgelehnt. Die Entscheidung fiel, nachdem Niedersachsen und Landwirtschaftsverbände EU-Krisenmaßnahmen zur Stabilisierung der Rohmilchpreise gefordert hatten. Kritiker bewerten die Ablehnung als schweren Rückschlag für die Branche.
Niedersachsen und landwirtschaftliche Vereinigungen hatten die Minister aufgefordert, Maßnahmen zur Stärkung des Milchsektors einzuführen. Ihr Plan umfasste eine freiwillige Reduzierung der Milchmenge, um den Druck auf die Rohmilchpreise zu verringern. Die Minister aus CDU- und SPD-geführten Ländern erkannten zwar die Schwierigkeiten des Sektors an, lehnten jedoch finanzielle Hilfen ab.
Miriam Staudte, Landwirtschaftsministerin von Niedersachsen, verurteilte die Entscheidung als einen "vernichtenden Schlag" für die Bauern. Sie warf den von konservativen Ministern geführten Ländern vor, eine "ideologische Rechnung" aufzustellen, indem sie das Programm zur Mengenreduzierung blockierten. Die Ablehnung lässt die Milcherzeuger ohne zusätzliche Unterstützung zurück – trotz anhaltender wirtschaftlicher Herausforderungen.
Das Scheitern des Vorschlags bedeutet, dass keine neuen, von der EU unterstützten Maßnahmen zur Hilfe der Milchbauern eingeführt werden. Die Produzenten müssen nun die Marktdrucke ohne die geplanten Stabilisierungsinstrumente bewältigen. Das Ergebnis unterstreicht die tiefen Gräben zwischen den Ministern darüber, wie die Probleme des Sektors angegangen werden sollen.






