Münchens Christkindlmarkt fällt 2021 erneut der Pandemie zum Opfer
Münchens berühmter Christkindlmarkt fällt zum zweiten Mal in Folge aus
Bürgermeister Dieter Reiter bestätigte die Absage, während die COVID-19-Krankenhauseinweisungen in der Stadt stark ansteigen. Der historische Markt, dessen Tradition bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht, sollte eigentlich am 22. November eröffnet werden und bis zum 9. Januar 2022 dauern.
Die Absage erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das deutsche Gesundheitssystem zunehmend unter Druck gerät. Reiter beschrieb die Lage in Münchens Krankenhäusern als extrem, da die Infektionszahlen kontinuierlich steigen. Trotz einer vollständigen Impfquote von über 67 Prozent in Deutschland haben die Behörden die Maßnahmen verschärft, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.
Der Christkindlmarkt zählt zu den ältesten und beliebtesten Weihnachtsmärkten Deutschlands. Bekannt für seine Holzbuden, traditionelle Speisen und festliche Geschenke, zieht er Besucher aus aller Welt an. Als "Zielmarkt" spielt er eine zentrale Rolle für die lokale Wirtschaft in der Wintersaison.
Aktuell gelten in Deutschland die 2G- und 3G-Regelungen für COVID-19-Zertifikate, die den Zutritt zu öffentlichen Einrichtungen regeln. Angesichts der stark steigenden Fallzahlen sehen sich die Behörden jedoch gezwungen, strengere Maßnahmen zu ergreifen. Die Absage im vergangenen Jahr markierte die erste Unterbrechung in der langen Geschichte des Marktes – die diesjährige Entscheidung bedeutet eine erneute Enttäuschung.
Von der Absage betroffen sind Händler und Verkäufer, die auf den Markt als saisonale Einnahmequelle angewiesen sind. Auch der festliche Tourismus in München wird ohne das Event einen Rückschlag erleiden. Die Organisatoren haben bisher noch nicht bekannt gegeben, ob es für 2022 alternative Lösungen geben wird.






