Münchner Sicherheitskonferenz startet mit globalen Spannungen und prominenten Gästen aus den USA
Tim KellerUS-Außenminister Marco Rubio reist zur Münchner Sicherheitskonferenz - Münchner Sicherheitskonferenz startet mit globalen Spannungen und prominenten Gästen aus den USA
Die 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) beginnt in dieser Woche mit über 1.000 Teilnehmenden aus rund 120 Ländern. Bundeskanzler Friedrich Merz wird die Veranstaltung mit einer grundsätzlichen Rede zur Außenpolitik eröffnen – sein erster Auftritt bei der Konferenz seit Amtsantritt.
Zu den prominenten Gästen zählt US-Außenminister Marco Rubio, der am Freitag und Samstag die amerikanische Delegation anführen wird. Die Zusammenkunft findet zu einer Zeit statt, in der globale Spannungen die geopolitischen Bündnisse neu formen. Auffällig ist das wiederholte Fernbleiben russischer und hochrangiger chinesischer Vertreter in den letzten Jahren.
Die MSC hat in den vergangenen fünf Jahren einen Wandel in der Teilnehmerstruktur erlebt. Russische Führungspersönlichkeiten wie Präsident Wladimir Putin und Außenminister Sergej Lawrow sind seit 2022 nicht mehr erschienen – nach Jahren regelmäßiger Teilnahme. Auch die chinesische Vertretung blieb begrenzt: Nur vereinzelt reisten Funktionäre wie Außenminister Wang Yi an, Spitzenpolitiker wie Staatspräsident Xi Jinping fehlten gänzlich.
Rubios Besuch beschränkt sich nicht auf Deutschland. Im Anschluss an die Konferenz reist er nach Ungarn und in die Slowakei weiter, zwei Länder, die von Verbündeten des US-Präsidenten Donald Trump regiert werden. Die US-Delegation umfasst Dutzende Abgeordnete und unterstreicht damit das starke amerikanische Engagement bei der Veranstaltung.
Deutsche Vertreter übernehmen eine zentrale Rolle in den Debatten. Außenminister Johann Wadephul, Verteidigungsminister Boris Pistorius und Finanzminister Lars Klingbeil werden erwartet. Rubio betonte, die Welt trete in eine neue geopolitische Ära ein, die die Länder zwinge, ihre internationale Rolle und Partnerschaften neu zu bewerten.
Auf der Konferenz kommen Staats- und Regierungschefs, Minister sowie Vertreter internationaler Organisationen zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen sich wandelnde Sicherheitsherausforderungen und die verschobenen globalen Machtverhältnisse. Das Fehlen russischer und hochrangiger chinesischer Teilnehmer verdeutlicht die wachsende Kluft zwischen den westlichen Staaten und diesen Mächten.
Bestätigte Teilnahme und politische Inklusion auf der MSC 2026
Die 62. Münchner Sicherheitskonferenz endete mit verifizierten Teilnahmezahlen und neuen politischen Dynamiken. Über 1.000 Teilnehmer aus 115 Ländern, darunter 70 Staats- und Regierungschefs und 65 Außenminister, nahmen teil. Besonders Vertreter der deutschen AfD- und BSW-Parteien nahmen erstmals seit 2023 teil, was einen Wandel in der politischen Inklusivität der Konferenz markierte. Der saudi-arabische Klimaschutzbeauftragte Adel bin Ahmed Al-Jubeir sprach auch zu den Teilnehmern und unterstrich den erweiterten globalen Einfluss des Ereignisses.