N-Ergie startet 2025 mit flexiblen Netzzugängen für Solar- und Windkraftanlagen
Tim KellerN-Ergie startet 2025 mit flexiblen Netzzugängen für Solar- und Windkraftanlagen
N-Ergie führt ab Mai 2025 flexible Anschlussverträge ein
Der wichtige Verteilnetzbetreiber N-Ergie wird ab dem 1. Mai 2025 Flexible Anschlussvereinbarungen (FAV) einführen. Mit diesem Schritt soll die Belastung des überlasteten Netzes verringert werden, während in seinem Versorgungsgebiet die Zahl der Solaranlagen stark steigt. Neue Anlagen in besonders nachgefragten Regionen erhalten damit eine alternative Möglichkeit, ans Netz angeschlossen zu werden – selbst wenn die lokale Kapazität erschöpft ist.
Die Region kämpft zunehmend mit Überlastungen im Hochspannungsnetz, ausgelöst durch den rasanten Zubau von Solarprojekten. Besonders bei Spitzenlast durch Sonneneinstrahlung stößt das Netz an seine Grenzen, sodass Betreiber nach Lösungen suchen müssen. Die FAV ermöglichen es neuen Wind-, Biomasse- und Solaranlagen – vor allem solchen mit Speicherkapazität –, sich auch in bereits voll ausgelasteten Gebieten anzuschließen.
Solarspitzen-Kappungsgesetz schafft Anreize – aber mit Einschränkungen Durch das neue Solarspitzen-Kappungsgesetz dürfen Netzanbindungen überbucht werden, was für Projektentwickler attraktive Anreize schafft. Allerdings gelten für Anlagen, die über FAV angeschlossen werden, vorübergehende Beschränkungen: Sie dürfen in Phasen maximaler Solarstromerzeugung keinen Strom ins Netz einspeisen.
N-Ergie gehört zu den ersten Netzbetreibern, die diese Maßnahme umsetzen – zunächst für Anlagen mit einer Leistung von mehr als 30 Kilowatt. Das Unternehmen betreibt ein Netz mit rund 29.000 Kilometern Hoch-, Mittel- und Niederspannungsleitungen. Um die Infrastruktur zu stärken, sind bis 2028 etwa 100 Bauprojekte geplant, wobei bis 2030 Investitionen in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro fließen sollen.
Kurzfristige Entlastung, langfristige Lösung Die Einführung der FAV bietet eine vorübergehende Lösung für Netzengpässe, während die langfristigen Ausbauprojekte voranschreiten. Entwickler im Versorgungsgebiet von N-Ergie können nun neue Projekte anschließen, ohne auf den vollständigen Netzausbau warten zu müssen. Die Änderung spiegelt die größeren Bestrebungen wider, das Wachstum der Erneuerbaren mit der Netzstabilität in Einklang zu bringen.






