17 March 2026, 04:12

Nach 20 Jahren schließt Box – Der Sparkönig alle Filialen in Bayern

Schwarz-weiß-Anzeige für einen Friedländer-Laden in Deutschland, die ein Gebäude mit Text auf der Fassade zeigt.

Nach 20 Jahren schließt Box – Der Sparkönig alle Filialen in Bayern

Nach über 20 Jahren im Geschäft schließt die bayerische Discountkette Box – Der Sparkönig ihre Pforten. Das Unternehmen, einst eine erste Adresse für günstige Haushaltswaren und Geschenke, hatte mit steigenden Kosten und veränderten Einkaufsgewohnheiten zu kämpfen. Geschäftsführer Anderl Knorr-Gulde gab die Schließung mit einer Mischung aus Bedauern und Resignation bekannt.

Der Händler wurde im Jahr 2000 in Erlstätt, Oberbayern, gegründet und zählte zu seiner Blütezeit 13 Filialen. Bekannt für preiswertes Wohnaccessoire, Dekoration und kleine Mitbringsel, hatte er sich über die Jahre eine treue Kundschaft aufgebaut. Doch der Aufstieg des Onlinehandels nagte zunehmend an den Umsätzen.

Die Mitarbeiter wurden bereits im September über die Entscheidung informiert. Knorr-Gulde räumte ein, dass ihm die Freude am Führen des Unternehmens verlorengegangen sei – er verwies auf finanzielle Belastungen und bürokratische Hürden. Der Fachkräftemangel verschärfte die Probleme zusätzlich und machte es schwieriger, den Betrieb in den Filialen aufrechtzuerhalten.

Die letzten beiden Standorte in Traunstein und Bad Reichenhall werden nun ihre Türen schließen. Rund 60 Beschäftigte verlieren dadurch ihren Arbeitsplatz. Die Schließung spiegelt die Herausforderungen wider, vor denen viele kleine und mittlere Einzelhändler in Deutschland in den letzten Jahren stehen.

Das Ende von Box – Der Sparkönig markiert das Aus einer einst blühenden regionalen Kette. Ihre Schwierigkeiten zeigen die harten Bedingungen für den traditionellen Handel in einem von Onlinekonkurrenz geprägten Markt auf. Die letzten Filialen stellen den Betrieb ein – Kunden und Mitarbeiter müssen sich nun an die Veränderung anpassen.

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