05 April 2026, 01:05

NATO erhöht Verteidigungsziel auf 5 Prozent des BIP – Fokus auf Resilienz gegen Russland und China

Eine farbenfrohe Karte der Strategic Alliance Cyber Crime Working Group mit Logos und Namen verschiedener Organisationen, die in einem Kreis um sie herum angeordnet sind, alle in fetter schwarzer Schrift.

NATO erhöht Verteidigungsziel auf 5 Prozent des BIP – Fokus auf Resilienz gegen Russland und China

NATO-Gipfel setzt neues Verteidigungsausgaben-Ziel: 5 Prozent des BIP in zehn Jahren

Auf dem jüngsten NATO-Gipfel wurde ein neues Ziel für die Verteidigungsausgaben festgelegt: Bis zu 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sollen die Mitgliedstaaten innerhalb der nächsten zehn Jahre aufbringen. Davon sollen 1,5 Prozent in Resilienz und Cybersicherheit fließen – eine Reaktion auf die wachsenden Bedrohungen durch Russland und China. Wie Radmila Shekerinska auf der Münchner Konferenz für Cybersicherheit warnte, sieht sich das Bündnis mittlerweile einem weitaus komplexeren und umkämpfteren Sicherheitsumfeld gegenüber.

Die Herausforderungen erstrecken sich dabei auf physische wie digitale Bereiche: Gegner zielten zunehmend auf militärische Systeme und kritische Infrastruktur ab. Shekerinska verwies auf die vertiefte Zusammenarbeit Moskaus und Pekings in der Rüstungsindustrie, insbesondere bei Dual-Use-Technologien und disruptiven Cyberfähigkeiten, die gezielt Störungen verursachen können.

Als Beleg für die eskalierende Gefahr nannte sie eine Serie von Cyberangriffen im Dezember 2025. Damals hatten Hacker mit der Schadsoftware "DynoWiper" die polnische Energieinfrastruktur ins Visier genommen. Dank eines Intrusion-Detection-Systems konnten die Behörden den Angriff jedoch erkennen und abwehren. Die polnische Regierung hat seitdem die Sicherheitsvorkehrungen verschärft: Systemmodernisierungen, neue Gesetzgebung und höhere Investitionen in Resilienz sollen künftige Bedrohungen eindämmen.

Die NATO reagiert mit einer stärkeren Fokussierung auf Cyberverteidigung, Innovation und abgestimmte Abschreckung. Einige Verbündete wie Großbritannien und Deutschland zeigen sich mittlerweile bereit, feindliche Cyberaktivitäten öffentlich zu benennen und Gegenmaßnahmen zu verstärken. Shekerinska betonte, wie wichtig schnellere und geschlossene Aktionen seien, um die Risikobereitschaft von Akteuren wie Russland und China zu verändern.

Doch bleiben Hürden. Das neue Ausgaben-Ziel wirft Fragen auf, wie die Mitgliedstaaten zivile Investitionen unter dem Posten "Resilienz" verbuchen werden. Ohne klare Richtlinien bestehe die Gefahr, dass kreative Buchführung die beabsichtigte Wirkung der Maßnahme untergräbt, warnen Kritiker.

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Zudem wies Shekerinska darauf hin, dass Russland und China zunehmend Technologien austauschen und ihre offensiven Cyberwerkzeuge ausbauen. Ihre Zusammenarbeit bei aufstrebenden Fähigkeiten stelle eine direkte Bedrohung für westliche militärische und zivile Infrastrukturen dar, so ihre Einschätzung.

Der Plan der NATO, die Verteidigungsausgaben auf 5 Prozent des BIP zu erhöhen, spiegelt die wachsenden digitalen und physischen Gefahren durch rivalisierende Staaten wider. Prioritäten liegen auf Cyber-Resilienz, Innovation und schnelleren Reaktionen auf feindselige Handlungen. Polens erfolgreiche Abwehr jüngster Cyberangriffe zeigt dabei, wie verbesserte Systeme und Gesetze Risiken mindern können – vorausgesetzt, die Verbündeten halten klare Standards und koordinierte Anstrengungen aufrecht.

AKTUALISIERUNG

New US intelligence report confirms China and Russia as top cyber threats, expanding NATO's concerns

The US intelligence community has officially validated NATO's warnings about escalating cyber threats. Key findings from the ODNI's 2026 report include:

  • China remains the most active cyber threat to US government and infrastructure networks.
  • Russia maintains advanced cyber capabilities focused on disruption during conflicts.
  • Both nations are expanding R&D efforts to pre-position cyber tools for wartime use.