Neuer Leitfaden zeigt, wie Energiegemeinschaften in Deutschland gelingen
Niklas MeyerNeuer Leitfaden zeigt, wie Energiegemeinschaften in Deutschland gelingen
Ein neuer Leitfaden für die Gründung von Energiegemeinschaften in Deutschland wurde im Rahmen des ESCdigital-Projekts vorgestellt. Die von der Deutschen Energie-Agentur (dena) geleitete Initiative untersucht, wie digitale Lösungen die Energiewende beschleunigen können. Die Ergebnisse und Empfehlungen wurden am 12. Mai 2025 in einem Webinar präsentiert.
Das ESCdigital-Projekt startete 2020 unter dem Dach des dena-Zukunftsenergielabors. Ziel war es zu erproben, wie digital gestützte Energiegemeinschaften (Energy-Sharing-Communities, ESCs) im Rahmen der bestehenden Gesetze funktionieren können. An dem Vorhaben beteiligten sich lokale Partner, darunter die SWW Wunsiedel, der kommunale Versorger, der als zentraler Dienstleister agierte.
Der neue Leitfaden skizziert ein Vier-Stufen-Modell zur Einrichtung einer Energiegemeinschaft. Besonders betont wird die Zusammenarbeit zwischen Energieerzeugern, Verbrauchern und einem zentralen Anbieter. Dieses Modell soll den Austausch von lokal erzeugtem Strom vereinfachen.
Kristina Haverkamp, Geschäftsführerin der dena, hob die Rolle der Stadtwerke bei der Vorantreibung der Energiewende hervor. Sie wies darauf hin, dass lokale Energieversorger ideal positioniert seien, um solche Gemeinschaften zu unterstützen. Das Projekt fällt zudem in eine Phase, in der die EU von Deutschland verlangt, die Regeln für Energiegemeinschaften bis Mitte 2026 zu vereinfachen.
Der Leitfaden bietet Kommunen und Initiativen ein klares Rahmenwerk, um Energie lokal zu teilen. Angesichts der bevorstehenden gesetzlichen Änderungen könnte das Modell weiteren Regionen den Weg ebnen, ähnliche Systeme einzuführen. Nun liegt der Fokus auf der Umsetzung, während Deutschland daran arbeitet, seine Energieziele zu erreichen.






