18 April 2026, 04:13

Peter Pilz entfacht mit neuem Buch Debatte um Pilnacek-Tod und Staatsanwaltschaft

Ein Blatt mit Fotos von Menschen und handgeschriebenem Text, das öffentliche Meinungen zu Verfahren zusammenfasst.

Peter Pilz entfacht mit neuem Buch Debatte um Pilnacek-Tod und Staatsanwaltschaft

Peter Pilz hat ein zweites Buch mit dem Titel "Spuren im Schlamm" veröffentlicht, das sich mit dem Tod von Christian Pilnacek befasst. Die Buchpräsentation, moderiert von Michael Nikbakhsh, zog politische Prominenz an, darunter den ehemaligen Vizekanzler Werner Kogler sowie zentrale Mitglieder des Pilnacek-Untersuchungsausschusses.

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In dem Werk übt Pilz scharfe Kritik an der Wiener Staatsanwaltschaft und ihrem Leiter, Johann Fuchs. Er wirft der Behörde vor, über zu viel Macht zu verfügen, und fordert eine lückenlose Aufklärung ihres Vorgehens. Zudem schlägt er eine 3D-Rekonstruktion vor, um zu klären, wie Schlammspuren auf Pilnaceks Hose gelangten – ein Detail, das seiner Ansicht nach weiterhin ungeklärt sei.

Während der Veranstaltung umging Pilz ein gerichtliches Verbot, indem er ein Video abspielte. Darin bezeichnete Andreas Hanger Pilnaceks ehemalige Freundin, Karin Wurm, als seine "Lebenspartnerin". Nur wenige Stunden später wurde Pilz von den Behörden zur Staatsschutz- und Extremismusbekämpfungsbehörde vorgeladen – der Vorwurf: Beleidigung eines Amtsträgers.

Pilz behauptet zudem, wiederholt Ermittlungen ausgesetzt gewesen zu sein, ohne je offiziell angeklagt oder vernommen worden zu sein. Gleichzeitig kritisiert er die österreichischen Medien für mangelnden investigativen Journalismus, insbesondere in Fällen wie jenem der Raiffeisen Bank.

Die Veröffentlichung des Buches hat die Debatte um den Fall Pilnacek und die Staatsanwaltschaft neu entfacht. Pilz' Forderungen nach vertieften Ermittlungen und sein Konflikt mit rechtlichen Beschränkungen deuten darauf hin, dass die Kontroverse weitergehen wird. Die Behörden haben bereits erste Schritte als Reaktion auf seine jüngsten Äußerungen eingeleitet.

Quelle