27 March 2026, 00:17

Pilotprojekt "Einspeisesteckdose" revolutioniert Stromnetz-Ausbau in Bayern

Luftaufnahme eines Solarparks mit Panelen, umgeben von Bäumen, Gras, Pflanzen und Wasser, mit einem Zug auf einer nahen Bahntrasse.

Pilotprojekt "Einspeisesteckdose" revolutioniert Stromnetz-Ausbau in Bayern

Neuer Ansatz zur Entlastung der Stromnetze wird in Deutschland getestet

In Deutschland wird ein innovatives Verfahren erprobt, um Netzengpässe zu verringern. Der Netzbetreiber LEW Verteilnetz hat ein Pilotprojekt unter dem Namen "Einspeisesteckdose" gestartet, das den Anschluss von Erneuerbare-Energien-Anlagen erleichtern soll. Ziel der Initiative ist es, das wachsende Problem der begrenzten Netzkapazitäten zu lösen, das viele Betreiber daran hindert, neue Projekte umzusetzen.

Im Rahmen des Pilotvorhabens in Balzhausen darf die bestehende Netzanschlusskapazität um bis zu 60 Prozent überschritten werden. LEW Verteilnetz plant, insgesamt 126 Megawatt aus drei Speichersystemen, drei Photovoltaikanlagen und einem Windpark an ein 80-Megawatt-Netz anzubinden. Diese Flexibilität ermöglicht das Konzept der "Einspeisesteckdose", das bei Engpässen temporäre Anpassungen der Einspeiseleistung erlaubt.

Das Unternehmen Green Flexibility errichtet für das Projekt ein 40-Megawatt-Speichersystem mit einer Kapazität von 80 Megawattstunden. Die Anlage soll Anfang 2026 in Betrieb gehen und ohne zusätzliche Belastung ins Netz integriert werden. Das Unternehmen hat rund 40 Millionen Euro in die Entwicklung investiert.

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Barbara Plura, Asset-Managerin und technische Netzplanerin bei LEW Verteilnetz, betonte den zügigen Fortschritt des Pilotprojekts. Christoph Lienert, Geschäftsführer von Green Flexibility, sieht in dem Vorhaben in Balzhausen ein mögliches Vorbild für den Ausbau von Batteriespeichern in ganz Deutschland. Viele Netzbetreiber kämpfen derzeit mit knappen Anschlusskapazitäten, was Lösungen wie diese immer dringlicher macht.

Das Pilotprojekt "Einspeisesteckdose" könnte einen wichtigen Schritt für die Integration erneuerbarer Energien darstellen. Indem es höhere Anschlusskapazitäten ermöglicht und gleichzeitig die Netzstabilität sichert, beseitigt es eine zentrale Hürde für neue Projekte. Die Zusammenarbeit von LEW Verteilnetz und Green Flexibility in Balzhausen könnte bundesweit Schule machen.

Quelle