Radio CORAX kämpft um seine Zukunft gegen politischen Druck und Finanzsorgen
Niklas MeyerRadio CORAX kämpft um seine Zukunft gegen politischen Druck und Finanzsorgen
Radio CORAX sendet seit dem Jahr 2000 – mit einem Mix aus Musik und Sendungen für ein vielfältiges Publikum. Der Sender wird ehrenamtlich betrieben: Rund 400 Mitglieder produzieren 175 verschiedene Formate. Doch nun gerät die Zukunftsförderung durch wachsenden politischen Druck in Gefahr.
Das Programm wechselt täglich und reicht von Kindersendungen über queere Inhalte bis hin zu Formaten für Geflüchtete. Beliebte Sendungen sind etwa Tipkin oder das Magazin Serendipity. Jeder kann ein neues Format vorschlagen – durch eine Idee in der Redaktionssitzung und die Teilnahme an einem Einführungskurs.
Der Großteil der Arbeit bei CORAX wird unbezahlt geleistet. Der Sender erhält jährlich etwa 200.000 Euro von der Landesmedienanstalt sowie kommunale Zuschüsse und Projektförderungen. Angesichts wachsender finanzieller Unsicherheit gewinnen Spenden zunehmend an Bedeutung.
Neben dem Rundfunkprogramm veranstaltet CORAX öffentliche Filmabende, Debatten und Workshops für Radiomacher:innen. Der Sender kooperiert mit Kulturinitiativen und ist Teil von AMARC, einem weltweiten Netzwerk nichtkommerzieller Radiosender.
Kürzlich forderte die rechtspopulistische AfD die Streichung der CORAX-Förderung. Die Partei wirft dem Sender vor, linke Ideologien zu verbreiten – was die finanziellen Herausforderungen zusätzlich verschärft.
Trotz des politischen Gegenwinds bleibt CORAX seinem vielfältigen Programm und dem Gemeinschaftsengagement treu. Um die Zukunft zu sichern, setzt der Sender auf Spenden und Partnerschaften – denn sie sind entscheidend, um weiter auf Sendung zu bleiben.






