Russischer Öltanker Eventin nach Notfall in der Ostsee sicher verankert
Claudia SchmitzRussischer Öltanker Eventin nach Notfall in der Ostsee sicher verankert
Ein russischer Öltanker, die Eventin, wurde nach tagelangem Treiben mit voller Ladung in der Ostsee zu einem sicheren Ankerplatz geschleppt. Das Schiff gehört zur sogenannten russischen "Schattenflotte" und war im April von deutschen Zollbehörden beschlagnahmt worden. Die Behörden griffen ein, um Umweltgefahren abzuwenden, nachdem ein Systemausfall den Tanker manövrierunfähig gemacht hatte.
Die Eventin war von Ust-Luga in Russland mit Ziel Port Said in Ägypten unterwegs gewesen. Mit rund 100.000 Tonnen Öl an Bord geriet das Schiff aufgrund eines technischen Defekts außer Kontrolle. Der deutsche Zoll organisierte daraufhin die Bergung durch Schleppboote, die den Tanker zum Ankerplatz Nordperd bei Rügen brachten.
Der gewählte Liegeplatz gilt als besonders geeignet, um das Risiko einer Ölpest zu minimieren. Durch die Verlegung des Schiffes wollten die Behörden die Sicherheit beim Umgang mit gefährlicher Fracht erhöhen und die umliegenden Gewässer schützen. Der Vorfall zeigt die Herausforderungen auf, die mit der Überwachung von Schiffen einhergehen, die mit sanktionierten Staaten in Verbindung stehen.
Das deutsche Bundesfinanzministerium bestätigte im April die Beschlagnahmung des Tankers. Gegen die Konfiszierung wurde zwar rechtlich vorgegangen, doch die verantwortliche Partei blieb unbekannt.
Aktuell liegt die Eventin unter Zollaufsicht in Nordperd. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, die von Schiffen unter internationalen Sanktionen ausgehenden Risiken einzudämmen. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau, um Umweltschäden zu verhindern.






