04 April 2026, 22:14

Sachsen-Anhalt plant Job-to-Job-Netzwerk für nahtlose Berufsübergänge in der Industrie

Eine Liniendiagramm, das die Beschäftigungsquote in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Sachsen-Anhalt plant Job-to-Job-Netzwerk für nahtlose Berufsübergänge in der Industrie

Sachsen-Anhalt bereitet sich auf tiefgreifende industrielle Veränderungen vor, die durch Dekarbonisierung, Digitalisierung und verschobene globale Handelsströme angetrieben werden. Die Gewerkschaft IG Metall hat ein landesweites "Job-to-Job-Netzwerk" vorgeschlagen, um Beschäftigten den Übergang in neue Tätigkeitsfelder zu ermöglichen – bevor es zu Entlassungen kommt. Ziel ist es, Fachkräftemangel zu vermeiden und die industrielle Stärke der Region zu erhalten, indem erfahrene Mitarbeiter gehalten werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Gewerkschaft betont, dass Unternehmen zunächst interne Lösungen suchen sollten, um qualifizierte Beschäftigte zu behalten, bevor externe Übergänge in Betracht gezogen werden. Erst wenn betriebliche Optionen ausgeschöpft sind, würde das Netzwerk vermitteln und Arbeitnehmern neue Perspektiven in anderen Branchen oder Betrieben eröffnen.

Ein gut strukturiertes Job-to-Job-System könnte die Lücken zwischen schrumpfenden Industrien und solchen mit Fachkräftebedarf überbrücken. Wie Thorsten Gröger, der IG-Metall-Landesbezirkleiter, erklärt, sei es wirtschaftlich unsinnig, qualifizierte Arbeitskräfte in die Arbeitslosigkeit zu drängen. Stattdessen müssten Übergänge vorausschauend geplant werden, um Brüche zu vermeiden.

Das vorgeschlagene Netzwerk soll keine neue Bürokratie schaffen, sondern bestehende Instrumente und Ressourcen bündeln. Arbeitgeber, Gewerkschaften, die Landesregierung und Bildungsträger müssten dabei mitwirken. Die IG Metall plant Gespräche mit zentralen Akteuren, um eine dauerhafte Struktur aufzubauen, die den langfristigen industriellen Wandel sozial verantwortlich begleitet.

Durch diesen präventiven Ansatz würde das Netzwerk nicht nur individuelle Karrierewege sichern, sondern auch lokale Lieferketten stabilisieren und die industrielle Basis der Region stärken. Das Ziel: nahtlose Übergänge ermöglichen, damit Know-how in Sachsen-Anhalt bleibt – statt durch Stellenabbau oder Abwanderung verloren zu gehen.

Der Erfolg des Netzwerks hängt von der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Gewerkschaften und öffentlichen Institutionen ab. Bei Umsetzung böte es ein stabiles Rahmenwerk, das Beschäftigten den Wechsel in neue Tätigkeiten ohne Arbeitslosigkeit ermöglicht. Die Initiative zielt darauf ab, die Wirtschaft der Region krisenfester zu machen – angesichts des anhaltenden industriellen Umbruchs.

Quelle