04 April 2026, 14:18

Scheinselbstständigkeit aufgedeckt: 100.000 Euro Sozialbetrug vor Gericht

Plakat mit dem Weißen Haus und Text, der den Biden-Harris-Wirtschaftsplan als blaues Kollektivkonzept für die Schaffung von gut bezahlten Arbeitsplätzen ohne vierjährige Ausbildung bewirbt.

Scheinselbstständigkeit aufgedeckt: 100.000 Euro Sozialbetrug vor Gericht

Ein Kosovare ist vom Landgericht Regensburg zu einer Geldstrafe von 7.200 Euro wegen Scheinselbstständigkeit verurteilt worden. Der Fall wurde vom Zollamt Regensburg aufgedeckt. Der Mann, der zunächst bei einem Bauunternehmen angestellt war, meldete später ein eigenes Metallverlegegeschäft an, arbeitete jedoch weiterhin unter der Kontrolle desselben Betriebs.

Die Ermittler stellten fest, dass seine angebliche Selbstständigkeit nur vortäuschte – dadurch entstanden den Sozialkassen Verluste von über 100.000 Euro durch ausbleibende Abgaben.

Der Fall nahm seinen Anfang, als der Mann – noch als Angestellter des Bauunternehmens – sein eigenes Gewerbe anmeldete. Offiziell arbeitete er drei Tage pro Woche als Arbeitnehmer und zwei Tage als Selbstständiger. Die Behörden deckten jedoch auf, dass seine selbstständige Tätigkeit in Wahrheit nicht unabhängig war.

Das Unternehmen legte weiterhin seine Arbeitszeiten fest, stellte alle benötigten Werkzeuge bereit und bearbeitete sogar seine Rechnungen. Zudem hatte der Mann keine weiteren Kunden. Durch diese Konstruktion entgingen den Sozialversicherungsträgern Beiträge in Höhe von mehr als 100.000 Euro.

Gerhard Pylipp, Leiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zollamt Regensburg, betonte die Bedeutung solcher Ermittlungen. Sein Team setze sich für faire Wettbewerbsbedingungen ein und schütze die Sozialkassen. Zwar lägen keine genauen Zahlen vor, doch seien in den vergangenen Jahren ähnliche Fälle aufgedeckt worden.

Das Landgericht Regensburg urteilte, dass es sich bei der Selbstständigkeit des Mannes um eine Scheinkonstruktion handelte. Als Konsequenz wurde er zur Zahlung einer Strafe von 7.200 Euro verurteilt.

Die Geldstrafe folgt auf eine eingehende Untersuchung seiner Arbeitsverhältnisse. Der Fall zeigt die Risiken auf, die mit der falschen Angabe von Selbstständigkeit einhergehen, um Sozialabgaben zu umgehen. Das Zollamt bleibt wachsam und überwacht solche Praktiken, um weitere finanzielle Schäden für die öffentlichen Kassen zu verhindern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle