Skandal in World of Warcraft: Gilde nutzt Tricks für mythischen Raid-Sieg
Mia SchmittSkandal in World of Warcraft: Gilde nutzt Tricks für mythischen Raid-Sieg
Eine umstrittene europäische Gilde hat in World of Warcraft erneut für Diskussionen gesorgt, nachdem sie einen Hochstufe-Raid unter fragwürdigen Umständen absolviert hat. RAoV QA Strikes Back, bekannt für frühere Regelverstöße, besiegte die mythische Version von Aberrus, der Schattenhafen – trotz deutlich unterlegener Ausrüstung. Blizzard reagierte umgehend, strich den Erfolg und passte die Bosmechaniken an.
Die Gilde, die bereits unter Namen wie RaoV Quality Assurance oder ecnarussAeR ytilauQ VoAR agierte, hat eine lange Geschichte des Grenzbereichs-Ausnutzens. In früheren Raids nutzte sie Makro-Befehle für nicht vorgesehene Aktionen und sicherte sich so unfaire "Weltpremieren"-Abschlüsse. Blizzard hatte ihr daraufhin bereits Titel aberkannt und Konten monatelang gesperrt.
Diesmal trugen ihre Charaktere nur grüne und blaue Ausrüstung – weit unter dem Standard für mythische Inhalte. Der Verdacht lag nahe, dass sie einen Bug ausnutzten oder Spieldaten manipulierten. Innerhalb weniger Stunden strich Blizzard ihren Namen aus der Ruhmeshalle und erhöhte die Bosfähigkeiten um bis zu 260 %, um weitere einfache Siege zu verhindern.
Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Blizzard und Gilden, die Spielmechaniken ausnutzen. Die schnelle Reaktion des Entwicklers signalisiert Null-Toleranz gegenüber unfairem Spiel. RAoV QA Strikes Back bleibt vorerst unter Beobachtung – ihr jüngster Erfolg wurde aus den offiziellen Aufzeichnungen gelöscht.






