02 April 2026, 10:14

Spätaussiedler-Zahlen sinken weiter: Nur noch 1.079 aus Kasachstan 2025

Alter deutscher Briefmarke auf einem Umschlag vom 7. August 1909 mit Text, der die Reise zwischen Österreich und Deutschland anzeigt.

Spätaussiedler-Zahlen sinken weiter: Nur noch 1.079 aus Kasachstan 2025

Friedland, Deutschlands wichtigstes Aufnahmezentrum für Spätaussiedler, registrierte 2025 insgesamt 4.238 Personen. Darunter befanden sich 1.079 Menschen aus Kasachstan – eine Zahl, die deutlich unter den Werten früherer Jahrzehnte liegt. Die Zahlen unterstreichen den anhaltenden Rückgang der Zuwanderung aus den ehemaligen Sowjetrepubliken.

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Noch in den frühen 2000er-Jahren wurden jährlich über 38.000 kasachische Spätaussiedler in Deutschland erfasst. Bis 2010 sank diese Zahl drastisch auf nur noch 508. Zwei Jahre später, 2012, verringerte sie sich weiter auf etwa 422.

Ein leichter Anstieg war 2024 zu verzeichnen, als rund 2.546 Spätaussiedler aus Kasachstan registriert wurden. Dennoch bleibt der langfristige Trend rückläufig, mit jährlichen Zahlen, die nun im niedrigen vierstelligen Bereich liegen. Die Daten aus Friedland für 2025 spiegeln diese Entwicklung wider: Neben den 1.079 Menschen aus Kasachstan kamen 2.562 aus Russland, 381 aus der Ukraine und 80 aus Kirgisistan.

Als erste Anlaufstelle für die Registrierung dient Friedland zugleich als Ausgangspunkt für Integrationsprogramme. Trotz sinkender Zuwanderungszahlen bleibt die Bedeutung des Zentrums unverändert hoch.

Der Rückgang kasachischer Spätaussiedler vollzieht sich seit 15 Jahren kontinuierlich. Die Registrierungen in Friedland für 2025 bestätigen diesen Trend, mit weniger als 3.000 Neuankömmlingen aus Kasachstan in den letzten Jahren. Das Zentrum verarbeitet weiterhin neue Spätaussiedler, passt sich jedoch an die geringeren jährlichen Fallzahlen an.

Quelle