SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Start-up-Fonds für mehr Wachstum
Mia SchmittSPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Start-up-Fonds für mehr Wachstum
Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, schrittweise ein kapitalgedecktes Rentensystem in Deutschland einzuführen. Ihr Vorschlag sieht die Einrichtung eines "Bundesrentenfonds" vor, der in Start-ups und schnell wachsende europäische Unternehmen investieren könnte. Der Vorstoß folgt jüngsten Reformen der privaten Altersvorsorge und kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die SPD ein umfassenderes Reformpaket vorbereitet.
Der neue Fonds soll zunächst als freiwilliges Produkt für betriebliche und private Rentenpläne starten. Langfristig könnte er Teile der gesetzlichen Rente mitfinanzieren. Die Abgeordneten wollen zudem die Vorschriften lockern, damit Versicherungen und Pensionskassen leichter in Start-ups investieren können.
Der Vorschlag knüpft an frühere Ideen von SPD-Chef Lars Klingbeil an und ergänzt sie um eine gezielte Start-up-Strategie. Dazu gehören Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung. Privatanleger sollen über neue Segmente in Dachfonds besseren Zugang zu Wachstumsunternehmen erhalten.
Bei Umsetzung könnten diese Änderungen dazu führen, dass die WIN-Initiative bis 2030 auf 25 Milliarden Euro anwächst – mehr als das Doppelte des ursprünglichen Ziels von 12 Milliarden Euro. Der Fonds dürfte dann bis zu fünf Prozent seines Vermögens in Start-ups oder Unternehmen stecken, die sich auf einen Börsengang vorbereiten.
Ziel des Plans ist es, Investitionen in Start-ups zu fördern und gleichzeitig das deutsche Rentensystem zu stärken. Durch vereinfachte Regeln und neue Finanzierungswege hoffen die Abgeordneten, mehr Kapital in wachstumsstarke Unternehmen zu lenken. Der Bundestag hat bereits Reformen der privaten Altersvorsorge beschlossen und ebnet damit den Weg für weitere Debatten über diese Vorschläge.






