20 March 2026, 08:14

Tragödie am Shishapangma: Wie ein Lawinenunglück die Bergsteiger-Welt erschütterte

Schwarze und weiße Fotografie eines schneebedeckten Berges mit dem Himmel im Hintergrund, beschriftet mit "Mount Everest" unten.

Weltrekorde in Lebensgefahr - Tragödie am Shishapangma: Wie ein Lawinenunglück die Bergsteiger-Welt erschütterte

2010 starb der Extrembergsteiger Sebastian Haag bei einer Lawine am Shishapangma, einem gewaltigen Achttausender in Tibet. Sein Bergkamerad Benedikt Böhm überlebte und hinterfragte später die Jagd nach Geschwindigkeitsrekorde im Himalaya. Ihre Geschichte bleibt ein prägender Moment der Hochgebirgsbergsteigei.

Böhm und Haag waren dafür bekannt, an Achttausendern Grenzen auszuloten. Sie stiegen ohne zusätzlichen Sauerstoff auf und fuhren mit Rekordgeschwindigkeit auf Skiern wieder hinab. Ihre waghalsigen Leistungen brachten ihnen Bewunderung ein, warfen aber auch Fragen nach dem Risiko auf.

Am 24. September 2014 musste Böhm hilflos mitansehen, wie eine Lawine Haag am Shishapangma verschüttete. Die Tragödie zwang ihn, den Preis für die Jagd nach Weltrekorden zu überdenken. Jahre später setzte er sich in der Dokumentation Tödlicher Himalaya mit ihren frühen Triumphen und der Katastrophe auseinander, die Haag das Leben kostete.

Trotz des Unfalls haben sich die Einstellungen der Öffentlichkeit und der Bergsteigergemeinschaft zu Geschwindigkeitsbegehungen kaum verändert. Recherchen bis 2026 zeigen kaum Anzeichen für eine Debatte oder politische Änderungen. 2025 plant Böhm, an den Shishapangma zurückzukehren – den Ort ihres ersten gemeinsamen Geschwindigkeitsaufstiegs –, um Haag zu ehren und ihrer gemeinsamen Leidenschaft zu gedenken.

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Haags Tod bremste die Jagd nach Extremrekorden im Bergsteigen nicht. Böhms Rückkehr zum Shishapangma 2025 jährt sich zum 15. Mal seit dem Unglück. Das Ereignis bleibt eine eindringliche Mahnung an die Gefahren des Hochgeschwindigkeitsbergsteigens in extremen Höhen.

Quelle