03 April 2026, 01:05

USA weisen Vorwürfe der Einmischung in europäische Politik scharf zurück

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Pressekonferenz im Kanzleramt in Berlin, umgeben von Menschen, einige mit Mikrofonen, mit Gebäuden im Hintergrund.

USA weisen Vorwürfe der Einmischung in europäische Politik scharf zurück

Eine hochrangige US-Beamtin hat Vorwürfe zurückgewiesen, die USA würden sich in die europäische Politik einmischen. Die Staatssekretärin im Außenministerium, Sarah Rogers, wies Berichte über eine amerikanische Finanzierung rechtsextremer Gruppen in Europa als unbegründet zurück. Gleichzeitig betonte sie, dass die USA Wahlergebnisse im Ausland nicht beeinflussten.

Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen zwischen den USA und einigen rechtspopulistischen Parteien Europas. Trotz politischer Differenzen beharrte Rogers darauf, dass die USA mit allen demokratisch gewählten Verbündeten zusammenarbeiteten – unabhängig von deren politischer Ausrichtung.

Rogers nahm dabei Bezug auf jüngste Vorwürfe, die die Financial Times veröffentlicht hatte und denen zufolge die USA rechtsextreme Organisationen in Europa finanziell unterstützten. Sie wies diese Anschuldigungen kategorisch zurück und erklärte, es gebe keinerlei derartige Zahlungen. Die Beamtin präzisierte zudem, dass die USA zwar mit einem breiten politischen Spektrum im Dialog stünden, aber keine Wahlergebnisse in Europa vorgeben würden.

Ihre Stellungnahme folgt auf die Veröffentlichung der überarbeiteten Nationalen Sicherheitsstrategie aus dem Jahr 2023, die im Dezember 2025 aktualisiert wurde und die EU als strategischen Konkurrenten einstuft. Trotz dieser Position signalisierte Rogers eine versöhnlichere Haltung und verwies auf mögliche Kooperationsfelder mit rechtspopulistischen Parteien Europas. Gemeinsame Anliegen umfassen etwa die Bekämpfung von KI-generierten Deepfakes und sexueller Ausbeutung im Internet.

Gleichwohl bestehen weiterhin Differenzen in Fragen der Militärhaushalte und der Russlandpolitik. Einige rechtspopulistische Parteien wie die deutsche AfD oder der französische Rassemblement National haben sich von US-Positionen distanziert – insbesondere nach den umstrittenen Vorschlägen des ehemaligen Präsidenten Trump Anfang 2026, darunter die Annexion Grönlands, eine Intervention in Venezuela und Drohungen mit Zöllen. Rogers selbst geriet wegen umstrittener Social-Media-Beiträge in die Kritik, trifft sich aber weiterhin mit Vertretern unterschiedlicher politischer Lager.

Seit der Aktualisierung der Sicherheitsstrategie 2023 gab es keine bestätigten direkten diplomatischen Gespräche mit der AfD oder dem Rassemblement National. Stattdessen halten sich europäische Führungspersönlichkeiten wie Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni von bestimmten US-Positionen fern – ein Zeichen für die Komplexität der transatlantischen Beziehungen.

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Die USA betonen, die demokratischen Prozesse in Europa zu respektieren, auch wenn die Spannungen mit einigen rechtspopulistischen Kräften anhalten. Rogers' Aussagen unterstreichen eine Politik des Austauschs ohne direkte Einmischung. Vorerst bleibt die Zusammenarbeit in konkreten Fragen bestehen, während grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten weiter ungelöst sind.

AKTUALISIERUNG

German police raid reveals far-right networks under scrutiny

A major anti-extremism operation in Germany has uncovered active far-right networks distributing Nazi-era materials. Key findings include:

  • Authorities seized thousands of swastika symbols, SS memorabilia and Hitler figurines from 11 properties across six states.
  • Brass knuckles and illegal explosives were found during searches targeting a 43-year-old suspect and five accomplices.
  • The operation highlights the physical infrastructure of far-right groups, including meeting spaces in Thuringia. This crackdown occurs as US officials deny allegations of funding extremist groups in Europe, illustrating ongoing challenges with far-right radicalisation.