17 March 2026, 06:15

Venezolanerin ohne Papiere in Bayern festgenommen – Asylantrag in Spanien aufgedeckt

Gruppe von Menschen mit einem Banner 'Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen' vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von Gras, einem Metallzaun, Pflanzen, Bäumen und Fahnen auf Stangen unter einem bewölkten Himmel.

Venezolanerin ohne Papiere in Bayern festgenommen – Asylantrag in Spanien aufgedeckt

Am 13. März 2026 wurde eine 30-jährige Venezolanerin von der Bundespolizei in der Nähe von Waidhaus festgenommen. Sie hatte versucht, aus Tschechien ohne gültige Reiseerlaubnis nach Deutschland einzureisen. Später stellten die Behörden fest, dass sie bereits in Spanien Asyl beantragt hatte.

Die Frau wurde an der Grenze gestoppt, da die Beamten keine rechtliche Grundlage für ihre Einreise in den Schengen-Raum vorfanden. Eine Überprüfung ihres Handys förderte ein Dokument zutage, das ihren Asylantrag in Spanien bestätigte. Dadurch wurde das Dublin-Verfahren ausgelöst, das regelt, welches EU-Land für die Bearbeitung ihres Antrags zuständig ist.

Ein Richter ordnete daraufhin ihre Inhaftierung bis Ende April an, um die Überstellung nach Spanien zu gewährleisten. Sie wurde umgehend in eine Abschiebehaftanstalt nach Hof gebracht. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) übernahm den Fall und stimmte sich mit den spanischen Behörden über ihre Rückführung ab.

Die Ermittlungen ergaben zudem, dass gegen sie in Deutschland ein unbezahlter Bußgeldbescheid wegen illegalen Aufenthalts vorlag. Darüber hinaus war sie bereits aufgefordert worden, den Schengen-Raum bis zum 19. Mai 2025 zu verlassen – was sie jedoch ignoriert hatte. Die Bundespolizei leitete nun ein separates Verfahren wegen des versuchten illegalen Grenzübertritts ein.

Die Frau bleibt vorerst in Abschiebehaft in Hof, während das BAMF die Details ihrer Überstellung nach Spanien klärt. Die deutschen Behörden haben rechtliche Schritte wegen des unerlaubten Einreiseversuchs eingeleitet. Über weitere Maßnahmen der spanischen Behörden wurde bisher nichts bekannt.

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