Veraltete Stromnetze bremsen die globale Energiewende aus
Der Ausbau erneuerbarer Energien steht vor einem großen Hindernis: veraltete Stromnetze. Bis Ende 2022 waren in den USA 2.000 Gigawatt an Kapazitäten für saubere Energie wegen unzureichender Infrastruktur blockiert. Experten sehen den Netzausbau inzwischen als größte Hürde der Energiewende.
Auch in Europa hält das Problem an. In Deutschland dauert es im Schnitt elf Jahre, bis Offshore-Windparks ans Netz angeschlossen werden. Großbritannien und Bayern melden ähnliche Verzögerungen – mit der Folge, dass der Ausbau von Solar- und Windprojekten ins Stocken gerät.
Eine ungewöhnliche Lösung könnte der Bitcoin-Abbau bieten. Indem Mining-Betriebe vor Ort Strom verbrauchen, ließen sich Gewinne erzielen, die in den Netzausbau fließen könnten. Ein Verbund von Minern könnte zudem Überschussstrom aufnehmen und so überlastete Systeme entlasten.
Regierungen und Wirtschaftsführer drängen auf schnellere Genehmigungsverfahren und den Ausbau der Netze. Doch ohne entschlossenes Handeln werden erneuerbare Projekte weiter auf der Strecke bleiben. Die Energiewende hängt von der Modernisierung maroder Netze ab. Bitcoin-Mining und vereinfachte Vorschriften könnten den Prozess beschleunigen. Bis dahin bleiben Tausende Gigawatt sauberer Energie in der Warteschleife.






