Warendorfs Stadtrat behält umstrittene Straßennamen bei – trotz Bürgerprotesten
Tim KellerWarendorfs Stadtrat behält umstrittene Straßennamen bei – trotz Bürgerprotesten
Der Stadtrat von Warendorf hat beschlossen, die aktuellen Namen von drei Straßen beizubehalten – trotz Forderungen nach einer Umbenennung. Eine Bürgerkommission hatte zwar eine Namensänderung empfohlen, doch der Rat lehnte den Vorschlag nach Prüfung der Kosten und der lokalen Meinung ab.
Betroffen sind die Wagenfeldstraße, der Agnes-Miegel-Weg und die Heinrich-Tenhumberg-Straße. Die Debatte war entfacht worden, nachdem sich ein Bürgerbündnis, darunter Reinhold Schoppmann, für die Entfernung einer Gedenktafel mit einem Zitat von Agnes Miegel am Rathaus eingesetzt hatte. Zudem forderten sie die Umbenennung der Straßen. Der Rat lehnte dies jedoch ab und begründete seine Entscheidung damit, dass der Austausch der Straßenschilder etwa 5.700 Euro kosten würde – Geld, das die Stadt nicht aufbringen könne.
Ratsmitglied André Wenning unterstrich die Entscheidung und verwies auf Bürgerbefragungen unter den Anwohnern. Er betonte, dass die Mehrheit der Betroffenen gegen eine Umbenennung sei. Auch Kompromissvorschläge, wie etwa die Ergänzung der Schilder um ein Zitat des ortsansässigen Autors Paul Schallück, wurden vom Rat abgelehnt.
Neben der Beibehaltung der Straßennamen bleibt auch die Gedenktafel mit dem Miegel-Zitat am Rathaus erhalten. Die abschließende Abstimmung bestätigte, dass weder an den Schildern noch an der Tafel Änderungen vorgenommen werden.
Die Entscheidung des Rates bedeutet, dass die drei Straßen ihre bisherigen Namen behalten. Auch die Gedenktafel am Rathaus verbleibt an ihrem Platz. Kritiker wie Schoppmann äußerten sich zwar ablehnend zum Ergebnis, doch weitere Schritte sind nicht geplant.






