Wer wird Deutschlands nächster Bundespräsident – und warum überrascht Söders Kandidatin?
Claudia SchmitzWer wird Deutschlands nächster Bundespräsident – und warum überrascht Söders Kandidatin?
Die Suche nach Deutschlands nächstem Bundespräsidenten gewinnt an Fahrt – und neue Namen kommen ins Spiel. Markus Söder, Vorsitzender der CSU, hat Ilse Aigner als mögliche Kandidatin ins Gespräch gebracht. Der Vorschlag löst sowohl in der CDU als auch in der CSU Reaktionen aus, während die Parteien im Laufe des Sommers ihre gemeinsame Personalempfehlung finalisieren wollen.
Söders Initiative überraschte die CDU-Spitze, da die Idee aus München ohne vorherige Absprache kam. Ilse Aigner, derzeit Präsidentin des bayerischen Landtags, war zuvor Bundeslandwirtschaftsministerin. Sepp Müller, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Unionsfraktion, bezeichnete sie als "integrierende Persönlichkeit mit starkem Bürgerbezug".
Innerhalb der CDU mehren sich unterdessen Spekulationen über weitere mögliche Bewerberinnen. Familienministerin Karin Prien und die ehemalige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer gelten als ambitionierte Anwärterinnen auf das Amt. Philipp Amthor, der CDU-Mitgliedervertreter, sprach sich zwar für eine Bundespräsidentin aus, betonte aber, dass mehrere starke Kandidaten noch in der engeren Auswahl seien.
Steffen Bilger, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion, zeigt sich pragmatisch: Jeder geeignete Vorschlag werde Unterstützung finden, hieß es – die Tür für weitere Diskussionen bleibt damit offen. CDU und CSU wollen noch vor der Sommerpause eine gemeinsame Personalentscheidung treffen.
Aigners Nominierung hat der Debatte neuen Schwung verliehen. In den kommenden Wochen werden beide Parteien die Kandidaten prüfen, bevor eine offizielle Entscheidung fällt. Diese wird zeigen, wer Frank-Walter Steinmeier im Amt des Bundespräsidenten nachfolgt.






